Zwischen Rausch, Aufbruch und Untergang bewegen sich Joana Mallwitz und das Konzerthausorchester Berlin durch unterschiedliche Klangwelten. Der Walzer, Inbegriff von Eleganz und gesellschaftlicher Leichtigkeit, wird dabei zum Ausgangspunkt einer musikalischen Reise, die von der Wiener Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart führt.
Richard Strauss’ Walzerfolgen aus „Der Rosenkavalier“ beschwören zunächst die glanzvolle Welt des Wiener Walzers herauf. Tänzerische Eleganz verbindet sich mit Strauss’ farbenreicher und opulenter Orchestersprache. Auch Maurice Ravels „La Valse“ knüpft an diese Tradition an. Doch bei Ravel gerät die vertraute Tanzform zunehmend aus dem Gleichgewicht: Der Walzer wird rauschhafter und dunkler und verwandelt sich in ein vielschichtiges Klangbild einer untergehenden Welt.
Mit Unsuk Chins „Subito con forza“ aus dem Jahr 2020 führt die musikalische Reise in die Gegenwart. Abrupte Wechsel, hohe rhythmische Energie und eine differenzierte Klanggestaltung prägen das Werk. Zugleich lassen sich darin Bezüge zur Musik Beethovens entdecken.
Zum Abschluss erklingt Sergej Prokofjews „Romeo und Julia“. Auszüge aus den Suiten Nr. 1 und 2 entfalten die ganze Vielfalt dieser Musik: Kraftvolle Tänze treffen auf lyrische Passagen, zarte Momente auf dramatische Zuspitzungen.
Programm:
Richard Strauss - Walzerfolgen aus der Oper „Der Rosenkavalier“ op. 59
Maurice Ravel - „La Valse“ – Poèmechorégraphique für Orchester
Unsuk Chin - „Subito con forza“ für Orchester
Sergej Prokofjew: „Romeo und Julia“ – Suiten Nr. 1 und 2 aus der Ballettmusik op. 64 (Auszüge)
Konzert vom 12. September 2026 im Konzerthaus Berlin