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Die UNO in der Veto-Falle
56 Min.
Verfügbar ab dem 27/07/2026
Seit 80 Jahren steht das Vetorecht der UN-Sicherheitsrats-Mitglieder in der Kritik: Ein einziger Einspruch kann Beschlüsse blockieren – selbst bei Völkermord oder Kriegsverbrechen. Der Film analysiert, wie Vetos Krisen wie in Gaza oder der Ukraine verschärfen, befragt Experten und sucht nach Alternativen für eine handlungsfähigere UN. Ein System auf dem Prüfstand.
Das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats prägte in den letzten 80 Jahren immer wieder den Verlauf von Krieg, Frieden und internationaler Gerechtigkeit. Eingeführt nach dem Zweiten Weltkrieg zur Wahrung der globalen Stabilität, wurde es lange von den UN-Vetomächten verteidigt. Aber es war von Anfang an auch eines der umstrittensten Instrumente in der internationalen Diplomatie: gelobt als Schutz vor großen Machtkonflikten, verurteilt als ein System, das es zulässt, politische Interessen über Menschenleben zu stellen.
Die Dokumentation zeichnet die Geschichte des Vetorechts nach und prüft, wie es die Reaktionen der Völkergemeinschaft auf einige der schlimmsten Krisen der Welt immer wieder beeinflusst hat. Anhand von Archivmaterial, einem Rückblick auf die Geschichte der Diplomatie sowie Interviews mit führenden Experten des Völkerrechts, früheren UN-Funktionären, Historikern und Menschenrechtsanwälten zeigt der Dokumentarfilm, wie der Sicherheitsrat häufig genau dann durch ein Veto gelähmt wurde, wenn eigentlich dringender Handlungsbedarf bestand.
In Situationen, wo es um Vorwürfe von Genozid, Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, völkerrechtswidrige Gebietsbesetzungen und humanitäre Notlagen ging, bremste der Vetogebrauch wiederholt Waffenstillstände, unabhängige Untersuchungen, Sanktionen und humanitäre Hilfe aus. Der Film untersucht aktuelle Krisen, darunter in Gaza und der Ukraine, und zieht historische Parallelen, wo das Lahmlegen des Sicherheitsrates katastrophale Konsequenzen wie Todesopfer oder Massenvertreibungen zufolge hatte.
Regie
Tim Slade
Produktion
Vast productions
Produzent/-in
Tim Slade
Land
USA
Jahr
2025
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