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America, who are you? (2/2)

Eine Mentalitätsgeschichte der USA - Kapitalismus und Supermacht

52 Min.

Verfügbar ab dem 22/06/2026

TV-Ausstrahlung am Dienstag, 23. Juni um 21:05

Die USA als Ikone der Freiheit, als Land der unbegrenzten Möglichkeiten, als Europas Partner und Verbündeter – das, so scheint es, war einmal: Das Amerika Donald Trumps empfinden immer mehr Menschen 250 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung als fremd und bedrohlich. Teil zwei folgt den Anfängen des US-Kapitalismus und dem Aufstieg zum selbsternannten Führer der freien Welt.

Die Unabhängigkeitserklärung von 1776, das Eintreten für Freiheit und Selbstbestimmung, gilt bis heute als Kern der amerikanischen Identität. Allerdings wurden die USA im Laufe ihrer Geschichte diesem Anspruch selbst nicht immer gerecht: Rassendiskriminierung, Ungleichheit, Bürgerrechtsbewegungen bis hin zu aktuellen Konflikten.
Bei allem fasziniert der American Dream bis heute: Er verspricht jedem Menschen Wohlstand und Erfolg durch harte Arbeit, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Auch diese Idee reicht bis in die Gründungszeit der USA zurück. Mit der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Glaube an Erfolg und Aufstieg dann neue Formen an, etwa im Slogan "vom Tellerwäscher zum Millionär". Umso dramatischer war der Wirtschaftszusammenbruch 1929. Erst dem neugewählten Präsidenten Franklin D. Roosevelt gelang es, das Ruder mit seinem New Deal herumzureißen.
Neu war die Orientierung auf die soziale Verantwortung des Staates. Der New Deal begründete aber auch den Konflikt zwischen den beiden großen Parteien um die Rolle des Staates. Während die Demokraten für einen fürsorglichen Staat stehen, betonen die Republikaner – in puritanischer Tradition – die individuelle Eigenverantwortung und kritisieren die Ausweitung staatlicher Macht. Dieser Konflikt spaltet die USA bis heute.
Dabei ist Patriotismus nach wie vor von zentraler Bedeutung, ebenso wie das amerikanische Sendungsbewusstsein. Donald Trump hat mit der langen Tradition der USA als "leader of the free world" gebrochen. Er und seine "MAGA"-Bewegung stehen heute eher für einen neuen Isolationismus.

Regie

Windfried Oelsner

Land

Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

BR

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