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Gustave Charpentier: Louise
Festival d'Aix-en-Provence171 Min.
Verfügbar bis zum 12/07/2026
Das Arbeitermädchen Louise flüchtet vor ihrer strengen Familie nach Paris um dort mit ihrem Geliebten, dem Bohemien Julien, zu leben. Doch der Traum vom Glück droht zu zerbrechen. Mit der Oper "Louise" spannte Charpentier einen Bogen zwischen sozialen Fragen und lyrischen Höhenflügen. - Eine Neuinterpretation inszeniert von Christof Loy und mit Elsa Dreisig als Sopranistin.
Louise, eine junge Näherin, sehnt sich nach der großen Freiheit der Großstadt. Entschlossen, sich von ihrer sie unterdrückenden Familie zu lösen, zieht sie nach Paris, um dort ihre Liebe zu Julien, einem mittellosen Poeten, auszuleben. Doch so befreiend der Aufbruch auch ist, so sehr überschatten Schuldgefühle gegenüber ihren Eltern und der Druck gesellschaftlicher Erwartungen ihr Glück.
Die Macht eines Vaters
Die Oper „Louise“ in vier Akten und fünf Bildern von Gustave Charpentier (1860-1956) wurde an der Opéra-Comique in Paris 1900 uraufgeführt. Trotz des ursprünglichen Sensationserfolgs stießen die Darstellung weiblicher Lust und die Auflehnung der Heldin gegen ihre Familie auf Kritik. Christof Loy, bekannt für seine detailreiche Dramaturgie, präzise Schauspielregie und klare Ästhetik, entdeckt hinter dem fortschrittlichen Thema der weiblichen Emanzipation eine unausgesprochene Ebene in Charpentiers Libretto: die toxische Familienbeziehung, in der Louise gefangen ist, und den Einfluss ihres besitzergreifenden – ja teils missbräuchlichen – Vaters, der dabei von ihrer Mutter gedeckt wird. Loy strebt eine vorurteilsfreie Inszenierung der Figuren an und lässt dabei das Publikum in Louises Unterbewusstsein eintauchen. Gleichzeitig beleuchtet er die Schattenseiten einer Gesellschaft, die jungen Frauen keine Selbstverwirklichung, sondern nur oberflächliche Romanzen in einem Leben frustrierender Perspektivlosigkeit bietet. Die Sopranistin Elsa Dreisig tritt in dieser Neuinszenierung des Festivals von Aix-en-Provence mit brillanter Besetzung auf.
Aufzeichnung vom 11. Juli 2025 im Théâtre de l'Archevêché in Aix-en-Provence
Mit
Elsa Dreisig (Louise)
Adam Smith (Julien)
Nicolas Courjal (Der Vater)
Sophie Koch (Die Mutter)
Marianne Croux (Irma)
Annick Massis (Die Straßenkehrerin)
Grégoire Mour (Der Trödler, Der Narrenkönig)
Carol Garcia (Gertrude)
Karolina Bengtsson (Camille)
Marie-Thérèse Keller (Madeleine)
Julie Pasturaud (Marguerite)
Marion Vergez-Pascal (Elise)
Marion Lebègue (Suzanne)
Jennifer Courcier (Blanche)
Céleste Pinel (Die Auszubildende, Pariser Straßenjunge)
Frédéric Caton (Der Bastler)
Filipp Varik, Alexander de Jong (Polizisten)
Komponist/-in
Gustave Charpentier
Inszenierung
Christof Loy
Dirigent/-in
Giacomo Sagripanti
Orchester
Orchestre de l'Opéra de Lyon
Orchestre des Jeunes de la Méditerranée
Chorleitung
Benedict Kearns
Samuel Coquard
Chor
Chœurs de l’Opéra de Lyon
Maîtrise des Bouches-du-Rhône
Libretto
Gustave Charpentier
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten
Etienne Pluss
Kostüme
Robby Duiveman
Licht
Valerio Tiberi
Dramaturgie
Louis Geisler
Regie
Jérémie Cuvillier
Land
Frankreich
Jahr
2025
Herkunft
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