Wasserknappheit wird zu einer der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft aufzeigen. Im Herzen Balis ist Wasser weit mehr als nur eine Ressource. Seit über 1000 Jahren werden die berühmten Reisterrassen durch die sogenannten "Subaks" bewässert, Systeme zur gemeinschaftlichen Wasserverteilung. Sie beruhen auf der traditionellen balinesischen Philosophie des Tri Hita Karana, die auf Harmonie zwischen Mensch, Gott und Natur abzielt. Subaks prägen die Landschaft, die Gesellschaft und die balinesische Identität.
Heute ist dieses traditionelle Gleichgewicht bedroht. Auf der Insel Bali breitet sich der Massentourismus immer weiter aus. Dabei verschwinden zunehmend landwirtschaftliche Flächen, während die Wasserressourcen durch Urbanisierung und die boomende Hotelbranche unter Druck geraten. Innerhalb weniger Jahrzehnte sind hunderte Subaks verschwunden, und die Zahl der Reisfelder geht zurück. Durch die Austrocknung der Kanäle und die Fragmentierung der Anbauflächen gerät dieses kulturelle und spirituelle Erbe ins Wanken.
Angesichts dieser Gefahren engagieren sich die Einwohner. I Wayan, Vorsitzender seines Subaks, achtet auf eine gerechte Wasserverteilung zwischen den Landwirten seiner Gemeinschaft. Sein Neffe Wayan setzt auf Ökotourismus, der die Traditionen respektiert und das nötige Einkommen zum Erhalt der Reisfelder sichert.
Zwischen Spiritualität, Landwirtschaft und aktuellen Herausforderungen erzählt diese Folge von Menschen, die dafür kämpfen, Balis kulturelles und spirituelles Erbe vor den Folgen der heutigen Überflussgesellschaft zu schützen.