Als die Freie Universität Berlin (FU Berlin) im Jahr 1948 gegründet wurde, wollte man auch ein Zeichen setzen für die Demokratie und die Meinungsfreiheit – als Antwort auf den Kalten Krieg. Ihre Gründung war nach eigenen Angaben auch eine Antwort auf die Verfolgung systemkritischer Studierende an der Universität Unter den Linden, die damals im sowjetischen Sektor des geteilten Berlins lag. Heute gehört die Freie Universität mit ihrem Campus im Villenvorort Dahlem zu den wissenschaftlichen Top-Adressen, sie zählt zu den Exzellenz-Universitäten in Deutschland. Hier arbeiten und forschen Menschen aus der ganzen Welt. Universitätspräsident Günter M. Ziegler hebt hervor, wie wichtig der Begriff der "Freiheit" für diese Universität war.
Der erste und bis heute stilprägende Neubau der Universität, der "Henry-Ford-Bau", entstand mit amerikanischem Geld auf Grundstücken der Stadt Berlin. Erklärtes Ziel war es, dem demokratischen Neuanfang Deutschlands und Berlins ein Denkmal zu setzen. Die Demokratie selbst sollte der Baumeister sein. Licht und Transparenz sollten die Köpfe der Studierenden prägen.
Lorenz Maroldt, Herausgeber des "Tagesspiegel", hat in den 1980er Jahren an der Freien Universität Politik studiert und erinnert an die wenig US-freundliche Atmosphäre, die damals dort herrschte. Schriftsteller Jonathan Franzen blickt zurück auf Vorlesungen, die eher Sit-ins und Protestveranstaltungen waren. Heute wird das Studium an der Freien Universität geprägt durch die Internationalität und die Weltoffenheit, wie die NDR/ARTE-Doku atmosphärisch zeigt.