1975 in München: Nacheinander treten dreißig Bewohner eines Mietshauses im Treppenhaus vor die Kamera von Želimir Žilnikund berichten aus ihrem Leben. Viele von ihnen sind als sogenannte Gastarbeiter*innen in die Bundesrepublik gekommen. Zu ihren Heimatländern gehören Italien, Griechenland, die Türkei und andere Staaten, mit denen Deutschland seit 1955 Anwerbeabkommen abgeschlossen hatte. In ironischer Anspielung auf die statistischen Bestandsaufnahmen der Behörden dokumentiert Žilniks Kamera Namen, Nationalitäten sowie Arbeits- und Wohnverhältnisse der Personen. Diese ziehen jedoch selbst Bilanz und bestimmen sowohl Länge, Inhalt als auch die Sprache ihres Auftritts. So erfahren wir von ihren Ängsten, Hoffnungen und Gefühlen des Fremdseins, die sie in ihrem Alltag als Migrant*innen in Deutschland begleiten.