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Rente: Arbeiten bis ins hohe Alter?45 Min.
Verfügbar bis zum 03/10/2027
Sendung vom 30/10/2022
Die öffentliche Altersfürsorge wird immer teurer. In Frankreich erreichen die öffentlichen Ausgaben für die Rente 13 % des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2007. 2060 werden sie auf 14 % ansteigen. Dieser Wert liegt über dem Durchschnitt der EU-Länder. Gibt es in Anbetracht der Lebenserwartung und des Rückgangs der berufstätigen Bevölkerung ein gerechtes Rentensystem für alle? Müssen wir länger arbeiten? Wenn ja, bis zu welchem Alter?
Über diese Fragen unterhalten sich die drei Gäste der Sendung: Die ehemalige italienische Arbeitsministerin Elsa Fornero hat in ihrem Land – das gesetzliche Renteneintrittsalter beträgt dort 67 Jahre – die letzte große Rentenreform geleitet. Gregor Wagner, Gewerkschaftssekretär bei der größten deutschen Gewerkschaft, der IG Metall, läuft gegen die deutschen Arbeitgeber Sturm, die das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre erhöhen wollen. Susan Shaw, Direktorin der irischen Nichtregierungsorganisation „Irish Senior Citizens Parliament“, warnt vor Altersarmut als großer Bedrohung für zukünftige Rentner.
Das Gespräch wird ergänzt durch Beiträge von neun Europäerinnen und Europäern, die das Problem im Vorfeld der Sendung ausgelotet haben. Weiteren Aufschluss gibt eine Reportage zwischen Frankreich und den Niederlanden, wo zwei pensionierte Lehrkräfte dem Publikum vollen Einblick in ihre finanzielle Lage geben. Erstaunlicherweise bedeutet der Rentenantritt in den Niederlanden keinen Geldverlust!
Zum Schluss spricht Nora Hamadi mit dem Forschungsdirektor der Universität Sciences Po Paris, Bruno Palier. Er plädiert für eine Revolution unseres Gesellschaftsmodells und für die Änderung des Generationenvertrags, auf dem unsere Rentensysteme beruhen.
Moderation
Nora Hamadi
Land
Frankreich
Jahr
2021
Herkunft
ARTE F
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