Im Zweifel für die Angeklagte? So fühlt es sich für die Krankenschwester Hana überhaupt nicht an. Seit auf ihrer Station während einer ihrer Nachtschichten eine ältere Patientin unter suspekten Umständen verstorben ist, wurde ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet und sie inzwischen des Mordes beschuldigt. Nachdem der Gutachter der Anklage acht weitere Todesfälle mit Ungereimtheiten während ihrer 19-jährigen Tätigkeit als Krankenschwester publik gemacht hat, steht für die Medien und die Öffentlichkeit fest: Hana ist eine Serienmörderin. Doch sie beteuert ihre Unschuld. Nur ihre Tochter Tereza und ihr Anwalt Novak halten zu ihr, während Hanas direkte Art und ihre fehlende Empathie auf andere Menschen kalt und herzlos wirken. Hanas Auftreten trägt dazu bei, dass ihr Bild in der Öffentlichkeit in einem schrecklichen Licht gezeichnet wird. Doch insbesondere zwei ehemalige Kolleginnen scheinen es auf sie abgesehen zu haben. Das sagt eine ehemalige Oberschwester der Station aus, die kurz nach Hanas Verhaftung überraschend in die Notaufnahme wechselte. Alles nur Zufall – oder sind die Kolleginnen sogar so weit gegangen, ein Medikament, das Hana schwer belastet, in ihrem Spind zu deponieren? Ist unter diesen Umständen ein fairer Prozess überhaupt möglich?