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Die LederhosenaffäreZeit des Aufbruchs
91 Min.
Disponible à partir du 01/09/2025
Mit einem ungewöhnlichen und sensiblen Blick erzählt dieser Fernehfilm die Geschichte seiner drei Protagonisten, die geflohen aus ihren Heimatländern in Frankreich den Aufbruch in ein neues Leben wagen. Regisseurin Virginie Saveurs Film erhielt 2018 den FIPA-Publikumspreis in Biarritz und wurde auf dem Fernsehfestival von Luchon als bester Spielfilm ausgezeichnet.
In der Pariser Ofpra-Behörde, dem Amt für Migration, kommen die Mitarbeiter den Asylanträgen der vielen Flüchtlinge kaum hinterher. Die 35-jährige Sira ist selbst als junges Mädchen aus Afrika geflohen und arbeitet nun als Dolmetscherin im Amt. Doch hauptsächlich verdient sie Geld damit, Flüchtlingen neue Lebensläufe zu erfinden, damit deren Asylanträge genehmigt werden. Auch der Literaturprofessor Abdul aus Bagdad stellt einen Asylantrag. Bei Attentaten von IS-Kämpfern hat er seine Familie verloren und ist auf der Flucht fast selbst umgekommen. Minuziös erzählt er alle Einzelheiten der belastenden Ereignisse, aber die Ofpra-Sachbearbeiterin hält seine Geschichte vom gutherzigen Schlepper und dem unbeschadet überlebten Kugelhagel für inkohärent. Als Abdul bei seinem Bekannten, bei dem er zunächst untergekommen war, nicht mehr bleiben kann und die Ablehnung seines Asylantrags erhält, scheint er verloren in dem Land, das er aus der Ferne immer so liebte. Sira rät Abdul, seine Geschichte den Ofpra-Regeln entsprechend „anzupassen“. Aber der Literaturprofessor weigert sich, zu lügen, und ist überzeugt, dass ein so aufgeklärtes Land wie Frankreich ihn doch aufnehmen muss. Gleichzeitig bittet der Malier Modibo Sira um Hilfe für sich und seine 8-jährige Tochter Assa. Er war mit dem Mädchen geflohen, um ihre Beschneidung zu verhindern. Als jedoch Assas Vater in Abschiebehaft kommt, sieht sich Sira gezwungen, das alleingelassene Mädchen aufzunehmen. Doch setzt sie alles daran, das Kind so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Sie versucht, die junge und erfolgreiche Anwältin Louise Elaoudi für Modibos Verteidigung zu gewinnen. Louise, die selbst Tochter eines algerischen Vaters ist, praktiziert aber nur Strafrecht und will den Fall des Flüchtlings nicht übernehmen. Durch einen Mordfall, in dem Louise den vermeintlich kurdischen Tatverdächtigen vertritt, kommt die aufstrebende Anwältin Siras gefälschten Asylanträgen auf die Spur. Doch die Aufdeckung von Siras Geschäften könnte auch Louises eigene Karriere gefährden. Als dann Assa, die Sira mittlerweile ans Herz gewachsen ist, vor der Polizei fliehen muss, ist es ausgerechnet Abdul, dem das kleine Mädchen in die Arme läuft ...
Mit
Claudia Tagbo (Sira Diabate)
Biyouna (Rada)
Amer Alwan (Abdul Yassin)
Azoul Dembélé (Modibo)
Hadja Traore (Assa)
Alice Belaïdi (Anwältin Louise Elaoudi)
Géraldine Martineau (Audrey)
Jean-Pierre Lorit (Jean-Paul Miller)
Sarah-Jane Sauvegrain (Sozialhelferin)
Alexandra Millereau (Richterin Harel)
Regie
Virginie Sauveur
Drehbuch
Gaëlle Bellan
Virginie Sauveur
Produktion
Delante Productions
ARTE France
Produzent/-in
Caroline Adrian
Kamera
David Chambille
Schnitt
Diane Logan
Musik
Nathaniel Méchaly
Kostüme
Karine Serrano
Szenenbild / Bauten
Françoise Dupertuis
Land
Frankreich
Jahr
2017
Herkunft
ARTE F