Zahlen schreiben Geschichte1347, Der Schwarze Tod


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4. Juli 1776, Unabhängigkeitserklärung der USA
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1848, Frühling der Völker
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Oktober 1860, Zerstörung des Sommerpalastes in Peking
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17. Oktober 1961, Massaker von Paris
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25. August 1270, Tod Ludwigs des Heiligen
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399 v. Chr., Prozess des Sokrates
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1347, Der Schwarze Tod
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14. Mai 1610, Ermordung Heinrichs IV.
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- 18000, Die Höhle von Lascaux
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1911, Die Entdeckung des Südpols
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29. Mai 1453, Eroberung von Konstantinopel
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315, Konstantinische Schenkung
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21. April 753 v. Chr., Gründung Roms
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52 v. Chr., Schlacht um Alesia
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79, der Untergang von Pompeji
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20. Juni 1789, Der Ballhausschwur
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323 v. Chr., Tod Alexanders des Großen
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11. Februar 1990, Die Freilassung von Nelson Mandela
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1431, der Untergang von Angkor
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1492, Eine neue Welt
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24. September 622, die Geburt des Islam
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33, Die Kreuzigung Jesu
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6. August 1945, Hiroshima
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Verfügbar vom 29/08/2020 bis 25/03/2021
Mit der Dokureihe blickt ARTE in einer Zeitreise zurück auf die großen Daten der Weltgeschichte. In dieser Folge: Binnen fünf Jahren raffte die Pest ein Drittel der europäischen Bevölkerung dahin, in den Städten starb sogar jeder Zweite. Dennoch zeugen nur wenige Spuren von der schwersten Katastrophe des Kontinents. Was hat sich wirklich zwischen 1347 und 1352 in Europa zugetragen?
Im Jahr 1347 wurde Europa vom Schwarzen Tod heimgesucht. Die Seuche, die Angst und Schrecken verbreitete, raffte in fünf Jahren ein Drittel der Bevölkerung dahin. 40 Jahre lang flackerte die Pest immer wieder auf, in Marseille wurde sie erst 1722 besiegt, in Istanbul 1839. Von der schlimmsten Katastrophe des Mittelalters zeugen nur wenige, indirekte Spuren: In zeitgenössischen Texten wurde die Epidemie selbst meist verschwiegen, höchstens wurden ganz beiläufig die Auswirkungen vermerkt. Es ist, als hätte man die Folgen des Massensterbens irgendwie abfedern wollen – obwohl mancherorts mehr als die Hälfte der Einwohner der Pest zum Opfer fiel. Doch der eigentliche Ansteckungsprozess bleibt mehr als 500 Jahre lang ein Rätsel. Als die Pest nach einer letzten Epidemie in Marseille 1722 aus Europa verschwindet, ist ihre wahre Ursache noch immer unbekannt. Erst ab 1894, mit der dritten großen Pandemie in Asien, der zwölf Millionen Menschen zum Opfer fallen, wird das Rätsel allmählich gelöst. Der Arzt Alexandre Yersin setzt in Hongkong die Arbeit von Louis Pasteur fort und entdeckt schließlich den Pesterreger, der ihm zu Ehren Yersinia pestis genannt wird. Einige Jahre später findet der Arzt Paul-Louis Simond heraus, dass der Erreger von einem Floh übertragen wird – genauer gesagt vom Rattenfloh. Doch da sich keine Quelle findet, die von einem vermehrten Auftreten der Nager während der ersten Pestepidemie in Europa unter Kaiser Justinian berichtet, wird die Hypothese vom Rattenfloh für Jahrzehnte verworfen. Während heutige Epidemien Ängste wecken und auf die überraschend große Anfälligkeit unserer globalisierten Welt hindeuten, zeigt die Pestepidemie des Mittelalters, dass sich die Seuche bereits seinerzeit entlang der internationalen Handelswege ausbreiten konnte.

  • Regie :
    • Pascal Goblot
  • Land :
    • Frankreich
  • Jahr :
    • 2017
  • Herkunft :
    • ARTE F