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Kontinente in Bewegung
Von den Anfängen Asiens44 Min.
Verfügbar bis zum 07/03/2026
TV-Ausstrahlung am Dienstag, 10. Februar um 01:05
Die Erdkruste verändert sich ständig. In der Dokureihe berichten Geo-Wissenschaftler von ihren spannenden Entdeckungen. In dieser Folge: Die Geschichte Asiens begann im heutigen Sibirien. Hier fanden Wissenschaftler rund um den Baikalsee das älteste Gestein des Kontinents. Damals sammelten sich zunächst immer mehr Landmassen um Sibirien, vor allem an der Westseite.
Die Vereinigung von Europa und Asien wirft eine interessante Frage auf: Wenn der Begriff des Kontinents eine zusammenhängende Festlandmasse bezeichnet, warum wird dann überhaupt zwischen europäischem und asiatischem Kontinent unterschieden?
Ebenfalls in Sibirien kam es vor etwa 250 Millionen Jahren zu einem der größten Massenaussterben der Erdgeschichte. Durch tektonischen Druck von allen Seiten entstanden Risse in der Erdkruste, aus denen gewaltige Mengen Lava austraten. Die ausströmenden Lavaströme bedeckten mehrere Millionen Quadratkilometer, löschten über 90 Prozent der damaligen Fauna aus und formten eine Landschaft, die heute als Sibirischer Trapp bekannt ist.
Bald darauf verbanden sich weitere Landmassen mit dem sich entwickelnden Asien – darunter das heutige Thailand. Fossilien dinosaurierähnlicher Tiere derselben Epoche, die in China und Thailand gefunden wurden, belegen diese tektonische Annäherung.
Ein geologisches Schlüsselereignis gab Asien schließlich seine heutige Gestalt: Indien, ehemals Teil des Südkontinents Gondwana, löste sich ab und driftete mit hoher Geschwindigkeit nordwärts. Dabei glitt es über einen sogenannten Hotspot und entwickelte intensive vulkanische Aktivität. Wie im Sibirischen Trapp veränderten die Lavamassen das Landschaftsbild tiefgreifend und führten zu einem Massensterben – auch viele Dinosaurier starben in dieser Phase aus.
Kurz darauf wurde beim Zusammenstoß Indiens mit Asien der Himalaya aufgetürmt, das höchste und jüngste der heutigen Gebirge. Sein erodiertes Gestein wurde von den neu entstandenen großen Flüssen Ganges und Brahmaputra ins Tal gespült, wo auf einem riesigen Geröllhaufen das heutige Bangladesch entstand. Auf diese Weise wurde bereits das Dreifache des Gesteinsvolumens des Himalayas über den Bengalischen Golf ins Meer geschwemmt.
Noch heute schiebt sich Indien langsam weiter nach Norden – und lässt den Himalaya weiterhin wachsen.
Regie
Yanick Rose
Land
Frankreich
Jahr
2009
Herkunft
ARTE F
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