Leider ist dieses Programm aus rechtlichen Gründen nicht in dem Land, in dem Sie sich befinden, verfügbar.
Für immer verletzt
Machtmissbrauch im Erziehungsheim107 Min.
Verfügbar bis zum 12/02/2027
Michel, Daniel, André und Dédé wuchsen in den 1950er/60er Jahren in einem katholischen Erziehungsheim für Jungen namens „La Belle Étoile“ in der kleinen Gemeinde Mercury bei Albertville auf, wo der französische Staat von 1947 bis 1970 Waisen unterbrachte. Der idyllische Name – „Der schöne Stern“ – stand in krassem Gegensatz zur brutalen Realität in der Besserungsanstalt. Ohne zu wissen, was sie verbrochen hatten, wurden die Jungen jahrelang gequält und gedemütigt. Geführt wurde das Heim vom unnahbaren und unbarmherzigen Abbé Guérin. Schläge, Tritte, Hunger und Durst waren an der Tagesordnung. Manchmal mussten die Kinder Disteln und verfaulte Äpfel aus dem Schnee ausbuddeln oder Wasser aus dem Fluss trinken. Einige von ihnen wurden Opfer sexuellen Missbrauchs durch Geistliche, andere mussten folterartige Quälereien erdulden, die bleibende körperliche Schäden hinterließen. Nachdem sie ein Leben lang über die Geschehnisse geschwiegen haben, kehren die inzwischen siebzigjährigen Männer an den Ort des Geschehens im französischen Savoyen zurück und erheben ihre Stimme. Sie verlangen Gehör und Wiedergutmachung von der Kirche.
Aus Worten werden Taten
„Ich bin 78, und man hat mir mein ganzes Leben gestohlen“, sagt André mit Nachdruck. Nach seiner traumatischen Kindheit war er nicht imstande, eine Schulausbildung abzuschließen und eine normale Existenz zu führen. Er driftete in die Kriminalität ab und verbrachte die Hälfte seines Lebens im Gefängnis. Daniel wiederum entwickelte während seiner Jahre in „La Belle Étoile“ eine panische Angst vor der Obrigkeit und eine Unfähigkeit, Freundschaften und Beziehungen einzugehen. Er flüchtete sich in extremes Lauftraining und dachte mehrfach an Selbstmord… Filmemacherin Clémence Davigo begleitet vier der ehemaligen Opfer bei ihrem verbalen Befreiungsakt. Mit ihrem Film bietet sie ihnen einen Raum, wo sie sich einander und dem Zuschauer anvertrauen und die erlittene Gewalt in Worte fassen können. Aus diesen Worten folgen dann Taten: Die Männer fordern, dass die Kirche endlich anerkennt, was jeder weiß und jahrzehntelang verschwiegen wurde. Eine Anlaufstelle der Diözese Savoyen zeigt sich schließlich bereit, ihnen Gehör zu schenken. Ein bewegender Dokumentarfilm über Erinnerung, Anerkennung und Gerechtigkeit.
Regie
Clémence Davigo
Land
Frankreich
Jahr
2023
Auch interessant für Sie
Zwanzig
Eydel, das Herz zum Himmel
Twist
Cozy, Sehnsucht nach Geborgenheit?
Square Idee
Hoch lebe die smarte Heimeligkeit?
Karambolage
Der Aperitif / Die Schorle / Das Völkerschlachtdenkmal
Karambolage
Der Muttertag / Die Mainzelmännchen
Karambolage
"Das Tier vom lieben Gott" / Günter Guillaume
das Rätsel vom 17.05.2026 - spielen sie mit!
Karambolage
Karambolage
Der Reaktorunfall von Tschernobyl
Karambolage
Die Solfege-Methode / Deutsche Apotheken / Der Gießkannenhalter
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Karambolage
Der Aperitif / Die Schorle / Das Völkerschlachtdenkmal
Unbekanntes Usbekistan
Mit dem Zug entlang der Seidenstraße
Die Leopardin
ARTE Journal – 19/05/2026
Putin in China / Proteste in Kenia / Harari in Cannes
Mit offenen Karten - Im Fokus
Golfkrise: Die Emirate im Visier
Money (1/12)
Die Erfindung des Geldes
Trump in China: Was geht uns das an?
Twist
Make-up: Die Kunst der Verwandlung
Mit offenen Karten
Texas, Staat der Kontraste
Sandra Hüller aus der Sicht von Laetitia Masson
Blow up