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Der Goldman-Prozess

112 Min.

Verfügbar ab dem 20/05/2026

TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 20. Mai um 23:30

Paris 1976: Der linksradikale Aktivist Pierre Goldman steht zum zweiten Mal vor Gericht. Wegen mehrerer Überfälle verurteilt, bestreitet er standhaft den Mord an zwei Apothekerinnen und beschuldigt die Polizei des Antisemitismus. Während sein junger Anwalt die widersprüchlichen Zeugenaussagen zerpflückt, eskalieren die Emotionen. Nach wahren Begebenheiten (2023). 

Paris, im Frühjahr 1976: Pierre Goldman, ein linksradikaler Aktivist, Sohn polnisch-jüdischer Immigranten und Widerständler, muss sich in einem zweiten Prozess verantworten. In erster Instanz wurde er wegen vier bewaffneten Raubüberfällen zu lebenslanger Haft verurteilt – darunter ein Fall, bei dem zwei Apothekerinnen starben. Goldman gesteht die übrigen Taten, doch den Doppelmord weist er entschieden zurück.
Kurz vor Prozessbeginn hat er seine Sicht der Dinge in einem Buch veröffentlicht und der Polizei Rassismus und Antisemitismus sowie fragwürdige Ermittlungsmethoden vorgeworfen. Das macht ihn in der Öffentlichkeit zur Projektionsfläche: für die einen Täter, für die anderen Symbolfigur. Pierre Goldman ist bestens vernetzt, im Saal sitzen prominente Unterstützer, darunter Schlüsselfiguren der französischen Linken.
Goldmans Verteidiger, der junge Anwalt Georges Kiejman, befragt die geladenen Zeuginnen und Zeugen. Alle wollen Goldman am Tatort oder kurz danach gesehen haben, doch ihre Erinnerungen sind widersprüchlich und geraten unter der Befragung ins Wanken. Goldman hingegen konterkariert über lange Strecken die Taktik seiner Verteidigung, schützt standhaft einen früheren Freund und fährt allen Anwesenden über den Mund; dabei riskiert er doch die Todesstrafe.
Der Prozess wird zum emotionalen Schlagabtausch im Gerichtssaal: Zwischenrufe von der Tribüne, protestierende Polizisten im Zeugenstand und ein zunehmend aufgebrachter Angeklagter eskalieren die Stimmung und erzwingen Unterbrechungen. Der charismatische Richter hat das Geschehen im Griff, aber es ist auch für ihn eine Tour de Force.
Hauptdarsteller Arieh Worthalter erhielt für seine Leistung 2024 den César als bester Schauspieler; Cédric Kahns Film war insgesamt achtmal für den César nominiert.

Mit

  • Arieh Worthalter (Pierre Goldman)

  • Arthur Harari (Georges Kiejman)

  • Stéphan Guérin-Tillié (Gerichtspräsident)

  • Nicolas Briançon (Henri-René Garaud)

  • Aurélien Chaussade (Generalstaatsanwalt)

  • Chloé Lecerf (Christiane)

Regie

Cédric Kahn

Drehbuch

  • Nathalie Hertzberg

  • Cédric Kahn

Produktion

  • Moonshaker Films

  • Tropdebonheur Productions

Produzent/-in

Benjamin Elalouf

Kamera

Patrick Ghiringhelli

Schnitt

Yann Dedet

Land

Frankreich

Jahr

2023

Herkunft

ARTE F

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