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Paradies
90 Min.
Verfügbar bis zum 20. Mai 2026 um 05:00
Nur noch 9 Tage online
TV-Ausstrahlung am Freitag, 15. Mai um 02:00
Sibirien, Sommer 2021: 19 Millionen Hektar Land brennen – doch der Staat greift nicht ein. Alexander Abaturows Film zeigt die Bewohner des sibirischen Dorfes Shologon im Kampf gegen die Flammen. Ein nüchternes, aber eindringliches Porträt von Menschen, die sich selbst überlassen sind. Ausgezeichnet mit dem IDFA-Preis für beste Kamera 2022.
Russland hatte 2021 "Kontrollzonen" definiert, in denen bei Katastrophen keine Hilfe geleistet wird – selbst bei größter Gefahr für die Menschen. Shologon liegt in einer solchen Zone. Die Kamera fängt die apokalyptischen Feuerfronten und die stille Verzweiflung der Menschen ein, die sich selbst überlassen sind. Was passiert, wenn der Staat seine Bürgerinnen und Bürger aufgibt? Und wie überlebt man in einer Welt, die immer häufiger von Katastrophen heimgesucht wird? "Paradies" gibt keine einfachen Antworten, zeigt aber, dass Gemeinschaft und Solidarität auch in der größten Not bestehen bleiben.
Der Film dokumentiert, wie Klimawandel, Staatsversagen und menschliche Widerstandskraft aufeinandertreffen. Die Brände in Sibirien sind kein Einzelfall, sondern stehen für eine Welt, in der Extremwetterlagen zunehmen, während die Politik versagt. Abaturov macht diese Krise mit großer Eindringlichkeit an einem konkreten Ort erfahrbar.
Alexander Abaturov, 1984 in Russland geboren, arbeitet mit einer beobachtenden, zurückhaltenden Erzählweise, die dem Publikum Raum für eigene Schlüsse lässt. Der Film wurde auf dem International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA) 2022 mit dem Preis für die beste Kamera ausgezeichnet.
Regie
Alexander Abaturov
Land
Frankreich
Russland
Jahr
2021
Herkunft
ARTE F
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