Italien, 1982: Enzo Tortora gehört zu den bekanntesten Fernsehgesichtern des Landes. Seine Sendung "Portobello", eine Mischung aus Unterhaltung, Kuriositäten und öffentlichem Marktplatz, erreicht bis zu 28 Millionen Zuschauer. Auch in den Gefängnissen wird die Show verfolgt. Dort schaut Giovanni Pandico zu, ein Vertrauter des Camorra-Bosses Raffaele Cutolo.
Als handgefertigte Spitzendeckchen eines Mithäftlings, die über "Portobello" verkauft werden sollen, abhandenkommen, steigert sich Pandico in den Verdacht hinein, Tortora habe ihn betrogen. Aus Bewunderung wird Feindseligkeit und schließlich die Obsession, ihn zu vernichten. Gleichzeitig geraten die Machtstrukturen der Nuova Camorra Organizzata ins Wanken: Cutolo verschwindet plötzlich aus dem Gefängnis und mit ihm weitere hochrangige Mitglieder der Mafia-Organisation. Pandico fühlt sich verraten und beginnt, mit den Ermittlern zu kooperieren. Zu deren Überraschung nennt er einen bekannten Namen: Enzo Tortora.
Marco Bellocchio zeichnet in der ersten Folge den Gegensatz zwischen Tortoras glanzvoller Fernsehkarriere und jener düsteren Welt nach, in der eine folgenschwere falsche Beschuldigung eine fatale Lawine auslöst.
Die auf Tatsachen basierende sechsteilige Serie behandelt einen der größten Justizirrtümer der italienischen Geschichte. Der beliebte TV-Moderator Enzo Tortora, eines der bekanntesten Fernsehgesichter Italiens in den 70er und 80er Jahren, führte über sieben Staffeln lang durch die Primetime-Spielshow "Portobello", die beim italienischen Sender RAI ausgestrahlt wurde.