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30 Min.
Verfügbar bis zum 18/02/2027
Sendung vom 18/03/2024
In Brüssel ist jede dritte Familie eine Einelternfamilie. Meist leben die Kinder bei ihren Müttern, unter finanziell schwierigen Bedingungen. Wie sieht die Arbeit der Vereine aus, die Alleinerziehenden beistehen?
In Brüssel gibt es 65.000 Alleinerziehende: Jede dritte Familie ist betroffen, die große Mehrheit davon sind Solo-Mütter, nicht selten in schwieriger wirtschaftlicher Lage. Das Risiko, unter die Armutsgrenze zu rutschen, ist für Einelternfamilien vier Mal so hoch. In Belgien ist die Unterstützung alleinerziehender Mütter zur gesellschaftlichen und politischen Herausforderung geworden. Wie kann man diesen Frauen helfen, ihren Kindern gleiche Chancen zu bieten?
Louise arbeitet in einem Verein, der Alleinerziehende unterstützt. Die vor drei Jahren gegründete Struktur wird von der Region Brüssel finanziert. Louise beantwortet Telefonanrufe und empfängt Familien, die sie je nach Bedarf an die Sozialhilfe, psychologischen oder juristischen Beistand weiterleitet. Ihr liegt am Herzen, diese Familien in schwierigen Zeiten zu begleiten und sie aus ihrer Isolation herauszuholen.
Caroline ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern. Ihr Tagesablauf ist auf die Sekunde genau getaktet; es geht nur, wenn die Kinder bei der Hausarbeit mithelfen. In ihrer wenigen freien Zeit arbeitet Caroline ehrenamtlich bei Co.Fa.Mon., einem Hilfsverein für Solo-Eltern, für den sie Lebensmittelspenden sammelt. Sie und die anderen Freiwilligen wollen sich bei den Politikern Gehör verschaffen, damit mehr Maßnahmen ergriffen werden.
Weil ihr Einkommen niedriger ist, finden Solo-Eltern oft keinen angemessenen Wohnraum. Nina ist Mutter eines Elfjährigen und hat sich für eine Wohngemeinschaft entschieden. In den sozialen Netzwerken ermuntert sie andere Alleinerziehende, dieses Konzept zu testen: Man ist weniger allein und nimmt sich gegenseitig Alltagsbelastungen ab.
Land
Frankreich
Jahr
2024
Herkunft
ARTE F
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