GEO Reportage

Tapire: Die Dschungel-Gärtner

1 Min.

Verfügbar ab dem 21/02/2026

TV-Ausstrahlung am Samstag, 28. Februar um 08:40

Sendung vom 04/04/2022

Einst bevölkerten sie die Wälder des ganzen amerikanischen Kontinents, heute leben sie nur noch in wenigen Regionen Mittel- und Südamerikas: Tapire. Die urzeitlich anmutenden Tiere mit ihrem markanten Rüssel sind vor allem durch menschengemachte Gefahren vom Aussterben bedroht. "GEO" blickt nach Nicaragua und Costa Rica.
Der Lebensraum der Tapire wird immer kleiner. Wegen Rodungen, Wilderern und großen Highways geht die Anzahl der tapsigen Rüsseltiere in Mittel- und Südamerika drastisch zurück. Aber Tierschützer in Costa Rica und Nicaragua kämpfen dagegen an. Im Zoo von Managua hat Dr. Eduardo Sacasa ein Zuchtprogramm ins Leben gerufen, 23 Tapire leben in seiner Obhut, zwei davon stehen nun erstmals vor ihrer Auswilderung – eine Sensation!
Auch im Nachbarland Costa Rica nimmt die Tapirpopulation stetig ab. Wilderer haben es auf das Fleisch der Tiere abgesehen, außerdem ist das Schnellstraßennetz Panamericana eine Todesfalle für viele Tapire. Der junge Biologe Esteban Brenes-Mora ist Gründer der Nai Conservation, die sich der Erforschung und dem Schutz der hier noch wildlebenden Tapire verschrieben hat. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen Probleme analysieren, die im Miteinander von Mensch und Tier entstehen, und passende Lösungen finden. Dafür brauchen sie mehr Informationen, wie und wo die Tiere leben, wie nah sie den Menschen kommen und wie man gezielt Gefahren mindern kann. Mit Hilfe von GPS-Halsbändern für freilebende Tapire erhoffen sie sich die notwendigen Ergebnisse. In Nicaragua wie in Costa Rica steht viel auf dem Spiel – aber die Tierschützer in beiden Ländern scheinen ersten Erfolgen sehr nah zu sein.

Regie

Alexander Späth

Land

Deutschland

Jahr

2021

Herkunft

ARTE

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