Inseln Italiens

Pantelleria

2 Min.

Verfügbar ab dem 14/02/2026

TV-Ausstrahlung am Samstag, 14. Februar um 13:00

Die Vulkaninsel Pantelleria liegt zwischen Sizilien und Tunesien und wird wegen ihrer Schönheit auch die "schwarze Perle des Mittelmeers" genannt. Alles scheint sich auf der Insel vor den Winden zu ducken: Olivenbäume, Weinstöcke und die Häuser – die sogenannten Dammusi, die mit dunklem Lavastein gebaut werden; ein Erbe der Araber, die im Mittelalter die Insel besiedelten.

Pantelleria ist ein inaktiver Vulkan, der letzte Ausbruch war 1891. Aber es dampft, brodelt und blubbert immer noch überall auf der Insel. Die Insel ist Italiens nächstgelegenes Stück Erde zu Afrika. Die hier siedelnden Araber nannten die Insel einst die „Tochter des Windes“. Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, fegen doch der kalte Mistral und der heiße Scirocco abwechselnd über Pantelleria hinweg. Die Gärten, nicht selten in Terrassen angelegt, schützen die knapp 8.000 Bewohner mit Mauern aus Lavagestein. Viele davon hat Pietro Di Malta gebaut. Sein Vorname ist Familientradition und ganz bewusst gewählt. Pietro bedeutet: Stein. Schon seine Urgroßeltern nannten sich „Pirriatri“, also die, die sich auf die Arbeit mit Stein spezialisiert hatten. Das eine ist sein angeborenes Talent, wie er es beschreibt, das Apnoetauchen und die Harpunenjagd sind seine Leidenschaften. Er ist vor den Klippen der Insel regelmäßig auf der Jagd nach den typischen Mittelmeerfischen. 
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Pantelleria ist der Specchio di Venere, der „Spiegel der Venus“. Dieser nach Schwefel riechende türkisfarbene Binnensee ist vor 16.000 Jahren entstanden, als ein großer Bereich eines Vulkans in sich zusammenstürzte. An vielen Stellen quillt Schwefelwasser mit einer Temperatur von bis zu 50 Grad Celsius aus dem Grund heraus. Beliebt ist der See vor allem für Schlammbäder. Pantellerias Küsten bieten steile Klippen und vom Wind gepeitschte Natur. Nichts, was die meisten Touristen anzieht. Die, die auf die Insel kommen, wollen Geschichte und Natur pur. 

Regie

Katja Runge

Land

Deutschland

Jahr

2021

Herkunft

RB

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