Stadt Land Kunst
Gata Cattanas Andalusien / Berlin / La Rochelle46 Min.
Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Gata Cattana, die feministische Rapperin aus Andalusien/ Berlin: Rosa Luxemburg, die rote Ikone/ Französisch-Guayana: Suryas Mürbegebäck/ La Rochelle: "Töchter des Königs" für den neuen Kontinent
(1): Gata Cattana, die feministische Rapperin aus Andalusien
Sie war eine Feministin im Königreich der Männer, eine Rapperin im Land des Flamenco und eine Aktivistin, der es gelang, die spanische Jugend für eine der größten Demos seit Einführung der Demokratie zu mobilisieren: Die früh verstorbene Gata Cattana gab jenen eine Stimme und einen Beat, die in der traditionalistischen Gesellschaft Andalusiens kaum Gehör fanden – ohne dabei die tiefe Liebe zu ihrer Heimatregion zu verraten.
(2): Berlin: Rosa Luxemburg, die rote Ikone
Sie war Jüdin, polnische Immigrantin, kleinwüchsig, gehbehindert und vor allem: eine Frau! Rosa Luxemburg vereinte alle gesellschaftlichen Makel jener Zeit, als sie 1898 im Alter von 27 Jahren nach Berlin kam. Und doch wurde die überzeugte Marxistin zu einer der wichtigsten Figuren des revolutionären Sozialismus. Ihre Ermordung 1919 machte sie zur Märtyrerin des sozialistischen Berlins. Bis heute inspiriert Luxemburg Freigeister und Rebellinnen.
(3): Französisch-Guayana: Suryas Mürbegebäck
In Matoury bereitet Surya Biscuits Comtesses zu, ein traditionelles Mürbegebäck aus Französisch-Guayana. Zuerst mischt sie Mehl und Butter, dann gibt sie ihren persönlichen Touch hinzu: Wassai-Pulver aus den Beeren der Kohlpalme, die sowohl in ihrer Heimat als auch in Brasilien wächst. Wenn die Kekse aus dem Ofen kommen, werden sie mit Zucker bestäubt und mit einem Eistee aus Zitronengrasblättern, Maracuja und ganz viel Ingwer serviert.
(4): La Rochelle: „Töchter des Königs“ für den neuen Kontinent
1608 gründete der französische Seefahrer Samuel de Champlain einen Handelsposten, aus dem später die Stadt Québec wurde. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Denn zunächst wanderten vor allem Männer in die Kolonie aus und halfen den Trappern, die in Europa begehrten Biberfelle nach La Rochelle zu verschiffen. Da eine Heirat mit Indianerinnen für die Franzosen nicht infrage kam und es mit dem Bevölkerungswachstum in Neufrankreich nicht vorangehen wollte, sandte Ludwig XIV. eine kostbare „Fracht“ in die neue Kolonie …
Sie war eine Feministin im Königreich der Männer, eine Rapperin im Land des Flamenco und eine Aktivistin, der es gelang, die spanische Jugend für eine der größten Demos seit Einführung der Demokratie zu mobilisieren: Die früh verstorbene Gata Cattana gab jenen eine Stimme und einen Beat, die in der traditionalistischen Gesellschaft Andalusiens kaum Gehör fanden – ohne dabei die tiefe Liebe zu ihrer Heimatregion zu verraten.
(2): Berlin: Rosa Luxemburg, die rote Ikone
Sie war Jüdin, polnische Immigrantin, kleinwüchsig, gehbehindert und vor allem: eine Frau! Rosa Luxemburg vereinte alle gesellschaftlichen Makel jener Zeit, als sie 1898 im Alter von 27 Jahren nach Berlin kam. Und doch wurde die überzeugte Marxistin zu einer der wichtigsten Figuren des revolutionären Sozialismus. Ihre Ermordung 1919 machte sie zur Märtyrerin des sozialistischen Berlins. Bis heute inspiriert Luxemburg Freigeister und Rebellinnen.
(3): Französisch-Guayana: Suryas Mürbegebäck
In Matoury bereitet Surya Biscuits Comtesses zu, ein traditionelles Mürbegebäck aus Französisch-Guayana. Zuerst mischt sie Mehl und Butter, dann gibt sie ihren persönlichen Touch hinzu: Wassai-Pulver aus den Beeren der Kohlpalme, die sowohl in ihrer Heimat als auch in Brasilien wächst. Wenn die Kekse aus dem Ofen kommen, werden sie mit Zucker bestäubt und mit einem Eistee aus Zitronengrasblättern, Maracuja und ganz viel Ingwer serviert.
(4): La Rochelle: „Töchter des Königs“ für den neuen Kontinent
1608 gründete der französische Seefahrer Samuel de Champlain einen Handelsposten, aus dem später die Stadt Québec wurde. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Denn zunächst wanderten vor allem Männer in die Kolonie aus und halfen den Trappern, die in Europa begehrten Biberfelle nach La Rochelle zu verschiffen. Da eine Heirat mit Indianerinnen für die Franzosen nicht infrage kam und es mit dem Bevölkerungswachstum in Neufrankreich nicht vorangehen wollte, sandte Ludwig XIV. eine kostbare „Fracht“ in die neue Kolonie …
Regie
Fabrice Michelin
Land
Frankreich
Jahr
2024
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