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28 Minuten

Zwangssterilisiert in den USA / AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt (07.09.2026)

46 Min.

Verfügbar bis zum 10/12/2026

Sendung vom 07/09/2026

In seinem Debütroman erzählt Marouane Essadek die Geschichte von Carrie Buck, die Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA zwangssterilisiert wurde. / AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Eine in Teilen gesichert rechtsextreme Partei gewinnt bei einer Landtagswahl in Deutschland.

Die bewegende Geschichte einer zwangssterilisierten Amerikanerin

Mit "Mon corps donné pour vous" (Noir sur Blanc) legt der Autor, Publizist und Philosophieprofessor Marouane Essadek seinen ersten Roman vor. Er erzählt die Geschichte von Carrie Buck, die im Alter von drei Jahren von ihrer Mutter getrennt, von ihrer Pflegefamilie, den Dobbs, ausgebeutet und misshandelt wurde. Nach einer Vergewaltigung wurde sie verstoßen und in die "Kolonie" eingewiesen – eine Einrichtung, die sich damit brüstete, Menschen, die als "geistesschwach" galten, zu verwahren und zu kontrollieren. Basierend auf realen Ereignissen beleuchtet Essadek in diesem fiktionalisierten Werk die Auswüchse eugenischen Gedankenguts in den von Rassentrennung geprägten US-Bundesstaaten des frühen 20. Jahrhunderts.

AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Ein historischer Wendepunkt für Deutschland?

Erstmals seit 1945 gewinnt die extreme Rechte eine Landtagswahl: Die AfD unter ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund wurde in Sachsen-Anhalt mit rund 44 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Dieser Erfolg ist beispiellos in der Nachkriegsgeschichte und speist sich aus einer Mischung aus Nostalgie für die sowjetisch geprägte Vergangenheit der Region, dem Erstarken neonazistischer Strömungen und einem gezielt in sozialen Netzwerken geführten Wahlkampf. Die Frage stellt sich: Kann dieser Sieg in einem der 16 Bundesländer der AfD den Weg ebnen, um die deutsche Bundespolitik nachhaltig zu beeinflussen? 

Außerdem: Während die UNO eine Resolution zur Förderung einer gerechteren kartografischen Darstellung der Welt verabschiedet hat, blickt Xavier Mauduit auf die Geschichte des flämischen Kartografen Mercator zurück, der im 16. Jahrhundert die uns bekannte Weltkarte entwarf. Théophile Cossa gibt einen Überblick über die "Ig-Nobelpreise 2026", parodistische Auszeichnungen für die absurdesten wissenschaftlichen Studien.

Moderation

Elisabeth Quin

Land

Frankreich

Jahr

2026

Herkunft

ARTE F

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