Aktuelles und Gesellschaft

Myanmar: Das Volk protestiert gegen den Militärputsch

Knapp drei Wochen nach dem Militärputsch in Myanmar verschärft sich die Lage im Land: Bei Protesten gegen die Militärregierung kommt es teilweise zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Nun wurden offenbar zwei Menschen durch Polizeikugeln getötet. Seit Anfang Februar 2021 versammeln sich Hunderte Demonstrierende in verschiedenen Städten des südostasiatischen Landes, z.B. in der größten Stadt Rangun. Das Militär hatte in der Nacht zum 1. Februar die zivile Regierung unter der Leitung von Aung San Suu Kyi gestürzt. Die Friedensnobelpreisträgerin und zahlreiche andere Politiker sowie Aktivisten, Journalisten, Studenten wurden festgenommen. Die Junta hat einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt und ein neues Kabinett ernannt. Als offiziellen Grund gab die Armee – ohne Beweise anzuführen – Wahlbetrug bei der Parlamentswahl vom November an. Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte die Abstimmung klar gewonnen. Das rohstoffreiche Nachbarland Thailands war bis 2011 Jahrzehnte lang eine Militärdiktatur, ehe die Generäle die Uniformen ablegten und den Übergang zu einer zivilen Regierung einleiteten. Sie behielten aber entscheidende Machtbefugnisse.  

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