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Roter Fluss
70 Min.
Disponible jusqu'au 29/06/2026
TV-Ausstrahlung am Montag 1 Dezember à 23:25
Nördlich des kolumbianischen Amazonasgebiets liegt der Nationalpark Serranía de la Macarena mit dem Río Rojo. Die atemberaubende Landschaft blieb wegen der Präsenz der Farc-Guerilla Jahrzehnte lang unberührt. Der stimmungsvolle Film widmet sich einem Paradox: Ein historisches Friedensabkommen soll Entspannung bringen und bedroht gleichzeitig die bisherige Welt ihrer Bewohner.
Der junge Oscar wuchs am Ufer des Río Rojo auf. Der Film zeigt Oscars Blick auf die fragile Schönheit der Landschaft, durch die der Junge wie in einem Tagtraum wandelt. Oscar wird zwischen bunten Felsen, dem bedrohten Dschungel und unerwarteten Begegnungen zum Sprachrohr einer Welt im Wandel.
Die Erinnerungen seiner 87-jährigen Großmutter Doña María reichen zurück in eine Welt, in der die Bauern im Einklang mit der Natur lebten; sie sind geprägt von einer tiefen Ruhe und Abgeschiedenheit, die sie einst der Guerilla zu verdanken hatten. Der landlose Ureinwohner Sabino, der ganz in ihrer Nähe lebt, hält als wandernder Geschichtenerzähler alte Sagen und Mythen lebendig, die von der Kraft der hiesigen Vorstellungswelten zeugen.
Guillermo Quinteros Dokumentarfilm „Roter Fluss“ kommt mit wenigen Worten aus. Ihm gelingt es, diese bedrohte Welt mit ihrer Stille, ihren Bewegungen und Geräuschen einzufangen. Was bleibt, wenn ein Ort verschwindet, und Erinnerungen, Legenden und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft im Sog des Wandels untergehen? In einer Mischung aus ländlichen Erzählungen, bildhafter Poesie und politischer Debatte lädt der Film dazu ein, die fragile Verbindung zwischen Mensch und Erde zu schützen.
Regie
Guillermo Quintero
Land
Kolumbien
Frankreich
Jahr
2023
Herkunft
ARTE F
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