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Die Inquisition (1/2)

Die Methode

55 Min.

Verfügbar ab dem 15/09/2026

TV-Ausstrahlung am Dienstag, 22. September um 20:15

Im 13. Jahrhundert schuf die katholische Kirche die Inquisition: eine mächtige Maschinerie, um Andersdenkende zu unterdrücken. Denunziationen, Verhaftungen und Hinrichtungen waren Teil eines perfiden Systems. Dieser Apparat professionalisierte sich durch Ermittlungen, Zeugenbefragungen und erzwungene Geständnisse. Ein Überwachungssystem, dessen Methoden bis heute nachwirken.
Im Jahr 1231 rief Papst Gregor IX. die Inquisition ins Leben, um Andersdenkende und -gläubige zu überwachen, einzuschüchtern und zu bestrafen. Über sechs Jahrhunderte hinweg verbreitete diese Institution mit Geheimverfahren, Folter und Hinrichtungen Angst und Schrecken in Europa. Was als brutale Reaktion auf vermeintlich ketzerische Bewegungen begann, entwickelte sich zu einem hochorganisierten System der Repression.
Die katholische Kirche sah sich im Mittelalter mit wachsender Kritik konfrontiert: Einfache Gläubige forderten eine Rückkehr zu den bescheidenen Werten des Evangeliums und stellten das religiöse Monopol des korrupten Klerus infrage. Als Antwort darauf entsandte der Papst Inquisitoren nach Frankreich, Deutschland und Italien – Richter mit fast unbegrenzter Macht, die völlig willkürlich Exempel statuierten und Menschen auf Scheiterhaufen hinrichten ließen.
Doch die Inquisition als Apparat zur Verfolgung angeblicher "Glaubensverbrechen" schuf auch Strukturen, die bis heute nachwirken: Geheime Ermittlungen und ihre Dokumentation in Archiven, taktisch geprägte Zeugenbefragungen, erzwungene Geständnisse als zentrales Instrument der Beweisführung und Inhaftierungen als Druckmittel.

Regie

Stan Neumann

Land

Frankreich

Jahr

2026

Herkunft

ARTE F

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