Auf der künstlichen Insel Peberholm, am Fuße der Öresundbrücke zwischen Schweden und Dänemark – die als Inspiration für die Serie diente –, wird eine zu Tode gesteinigte Frau gefunden, die bis zu den Schultern in der Erde vergraben wurde. Der zum Tatort entsandte Kommissar Henrik Sabroe identifiziert sie als Margrethe Thormod, Leiterin der dänischen Ausländerbehörde. Sie hatte Drohungen erhalten, nachdem sie den Asylantrag des iranischen Flüchtlings Taariq Shirazi abgelehnt hatte, der wegen seiner Homosexualität gefährdet war und nun als Hauptverdächtiger gilt, bis die Ermittler einer linksradikalen Gruppierung namens "Roter Oktober" auf die Spur kommen. Währenddessen macht Saga, die ehemalige Kommissarin der Polizei von Malmö, eine schwere Zeit im Gefängnis durch, da sie zu Unrecht des Mordes an ihrer Mutter verdächtigt wird. Wenige Tage vor der Urteilsverkündung im Berufungsverfahren besucht Henrik seine ehemalige Kollegin – und Geliebte – im Besuchsraum und weiht sie in den Fall ein, an dem er gerade arbeitet ... Geschundene HeldenMit der neuen, labyrinthischen Ermittlung, die sich beidseits des Öresunds abspielt, präsentiert sich die vierte und letzte Staffel von Bron ("Die Brücke") noch düsterer als die vorherigen. Auch diesmal wird der Zuschauer von der rasanten Handlung voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten sowie von dem geschundenen Helden-Duo in den Bann gezogen, deren Innenleben immer mehr Platz im Drehbuch eingeräumt wird. Henrik, der einer Selbsthilfegruppe für Drogenabhängige beigetreten ist, bemüht sich, das ungelöste Verschwinden seiner beiden kleinen Töchter vor acht Jahren endlich hinter sich zu lassen. Saga (die großartige Sofia Helin), eine Antiheldin, die sich frustriert von der Welt abschottet, kämpft mit Panikattacken, die sie zunehmend außer Gefecht setzen... Auch wenn sie kein Happy End bietet, liefert diese Staffel ein grandioses Finale für diese mittlerweile Kult gewordene schwedisch-dänischen Krimiserie.