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Abteil Nr. 6

Die Sünderin

3 Min.

Verfügbar ab dem 02/11/2026

TV-Ausstrahlung am Montag, 2. November um 20:15

Im Erscheinungsjahr 1951 sorgte "Die Sünderin" in der jungen Bundesrepublik Deutschland für einen Skandal: Hildegard Knef spielt die Prostituierte Marina, die durch ihre Liebe zu dem unheilbar kranken Maler Alexander, gespielt von Gustav Fröhlich, "geläutert" wird. Die Thematisierung von Prostitution, Sterbehilfe und Suizid war ein Tabubruch.
Marina stammt aus gutem Haus, wie man so sagt. Ihre Mutter betrog während des Krieges ihren Stiefvater. Marina wird von ihrem Stiefbruder verführt. So fällt die bürgerliche Familie auseinander und Marina steht allein da. Ihren Lebensunterhalt verdient sie fortan als Prostituierte. Bis sie sich in den gescheiterten Maler Alexander verliebt. Dieser droht aufgrund eines Hirntumors zu erblinden. Sie fahren nach Italien und finden ein kurzes Glück. Erfolglos versucht Marina, in ihrem alten Gewerbe das Geld für die Operation aufzutreiben. Überraschend erklärt sich der Arzt, bei dem sich Alexander vorgestellt hat, zu einer kostenlosen Operation bereit. Nach dem Eingriff kann Alexander wieder sehen. Nach einer glücklichen Zeit lässt Alexanders Sehvermögen erneut nach. Auch eine weitere Operation kann die Erblindung nicht aufhalten. Alexander verliert den Lebensmut ...
Der Film "Die Sünderin" (Regie: Willi Forst) löste in der Bundesrepublik Anfang der 50er Jahre einen Skandal aus. Die Kirche störte sich an der Suizidszene, an der "verklärenden Darstellung der wilden Ehe" und der Prostitution Marinas. Es kam zu Boykottaufrufen, öffentlichen Protesten und Morddrohungen gegen Hildegard Knef. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen wurde der Film in den ersten drei Wochen von zwei Millionen Deutschen gesehen. Nach dem Abflauen der Proteste schwand das Interesse und der Film wurde kein finanzieller Erfolg.

Mit

  • Hildegard Knef (Marina)

  • Gustav Fröhlich (Alexander)

  • Änne Bruck (Marinas Mutter)

  • Robert Meyn (Marinas Stiefvater)

  • J. Wolfgang Meyn (Marinas Stiefbruder)

Regie

Willi Forst

Drehbuch

  • Willi Forst

  • Gerhard Menzel

Produktion

  • Deutsche Styria-Film

  • Junge Film-Union Rolf Meyer

Produzent/-in

Rolf Meyer

Kamera

Vaclav Vich

Schnitt

  • Max Brenner

  • Rudolf Schaad

Musik

Theo Mackeben

Land

Deutschland

Jahr

1951

Herkunft

ARD

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