Nächstes Video:
Mit offenen Karten - Im Fokus - Trump und Xi: KräftemessenWir schreiben Chiles Verfassung
Gegen das Erbe der Diktatur52 Min.
Verfügbar ab dem 05/08/2026
Fast 30 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur gehen in Chile Menschen auf die Straßen und protestieren gegen die neoliberale Verfassung aus der Zeit des Diktators und Privatisierungen. Nach den Protesten schreibt eine Volksversammlung an einer neuen Verfassung für Chile. 2022 wird der erste Entwurf vom Volk abgelehnt ...
Bis heute prägt das Erbe der Diktatur das Leben der Menschen in Chile. Die Verfassung von 1980 aus der Zeit von Augusto Pinochet setzte darauf, dass ein völlig freier Markt alles am besten regelt. Doch die Entfesselung der Märkte hat nur wenigen genutzt, eine große Zahl von Menschen in Chile leidet unter der Privatisierung grundlegender Lebensbereiche: Für Bildung muss man zahlen. Das staatliche Gesundheitssystem ist unterfinanziert, eine bessere private Versicherung können sich viele nicht leisten und was die privaten Rentenfonds ausbezahlen, reicht oft nicht zum Überleben. Selbst Trinkwasser ist Privateigentum.
Fast 30 Jahre, nachdem Pinochet die Macht abgeben hat, gehen 2019 massenhaft Menschen auf Chiles Straßen und protestieren gegen die marktliberale Verfassung. Ein Jahr später gibt es ein Referendum, in dem mehr als drei Viertel der Abstimmenden für einen Neuanfang votierten: eine neue Verfassung, die von einer Volksversammlung geschrieben werden soll.
Die Dokumentation begleitet Chileninnen und Chilenen, die an dieser neuen Verfassung mitgearbeitet haben: eine junge Frau, für die soziale Gerechtigkeit und das Recht auf straffreien Schwangerschaftsabbruch im Zentrum stehen; einen Konservativen, der den ganzen Prozess für falsch hält. Und Indigene, die sich von einer neuen Verfassung Gehör für ihre Anliegen erhoffen. 2022 wird dieser erste Entwurf in einem erneuten Referendum abgelehnt. Doch der Prozess geht weiter, das Ringen um eine neue Verfassung und um eine Zukunft für Chile, in der alle Menschen ihren gerechten Platz finden, dauert an.
Fast 30 Jahre, nachdem Pinochet die Macht abgeben hat, gehen 2019 massenhaft Menschen auf Chiles Straßen und protestieren gegen die marktliberale Verfassung. Ein Jahr später gibt es ein Referendum, in dem mehr als drei Viertel der Abstimmenden für einen Neuanfang votierten: eine neue Verfassung, die von einer Volksversammlung geschrieben werden soll.
Die Dokumentation begleitet Chileninnen und Chilenen, die an dieser neuen Verfassung mitgearbeitet haben: eine junge Frau, für die soziale Gerechtigkeit und das Recht auf straffreien Schwangerschaftsabbruch im Zentrum stehen; einen Konservativen, der den ganzen Prozess für falsch hält. Und Indigene, die sich von einer neuen Verfassung Gehör für ihre Anliegen erhoffen. 2022 wird dieser erste Entwurf in einem erneuten Referendum abgelehnt. Doch der Prozess geht weiter, das Ringen um eine neue Verfassung und um eine Zukunft für Chile, in der alle Menschen ihren gerechten Platz finden, dauert an.
Regie
Steffi Fetz
Land
Deutschland
Jahr
2022
Herkunft
SWR
Auch interessant für Sie
Mit offenen Karten - Im Fokus
Trump und Xi: Kräftemessen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Großbritannien: Zeit der Spaltungen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Frankreich und Afrika: Neue Strategie
Mit offenen Karten - Im Fokus
Russland: Kriegsmüdigkeit?
Mit offenen Karten - Im Fokus
Armenien: Entscheidung für Europa?
Mit offenen Karten - Im Fokus
Ostkongo: Rohstofffluch in Kivu
Mit offenen Karten - Im Fokus
US-Militär: Wie viele Truppen in Europa?
Mit offenen Daten
Westjordanland: Die Hügel der Gewalt
Warum boykottieren einige Länder den ESC?
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Die Leopardin
Unhappy
Vom Leben in der Großstadt
Mit offenen Karten - Im Fokus
Trump und Xi: Kräftemessen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Großbritannien: Zeit der Spaltungen
Pedro Almodóvar in 15 Minuten
Blow up
Sandra Hüller aus der Sicht von Laetitia Masson
Blow up
Filmfestspiele von Cannes: Eine elektrisierende Eröffnung
ARTE Journal
ARTE Journal - 14/05/2026
US-Staatsbesuch: Xi betont gemeinsame Interessen
Mit offenen Karten - Im Fokus
Frankreich und Afrika: Neue Strategie
Mit offenen Karten - Im Fokus
Russland: Kriegsmüdigkeit?
NotInitialized