deutschlandweit
13/04/2026 - 30/05/2026
Gewinnen Sie ein Bücherpaket bestehend aus Blinde Geister von Lina Schwenk und Innerstädtischer Tod von Christoph Peters!
Melden Sie sich mit Ihrem MeinARTE-Konto an, um an der Verlosung teilzunehmen. Die Teilnahme ist möglich bis einschließlich 29.05.2026.
Mit dem deutsch-französischen Franz-Hessel-Preis für zeitgenössische Literatur werden seit 2010 deutsch- und französischsprachige Autor*innen ausgezeichnet, die im Nachbarland noch wenig bekannt sind und deren Werke weitestgehend noch nicht übersetzt wurden. Im Rahmen des Festivals du Livre de Paris wird der Preis am 18. April 2026 im Grand Palais vergeben.
Shortlist 2026
Für den Franz-Hessel-Preis 2026 hat die unabhängige deutsch-französische Jury vier Autor*innen und Werke für die Shortlist ausgewählt:
- Christoph Peters: Innerstädtischer Tod (Luchterhand Literaturverlag, 2024)
- Lina Schwenk: Blinde Geister (C. H. Beck, 2025)
- Laura Vazquez: Les forces (Éditions du sous-sol, 2025)
- Philibert Humm: Roman policier (Éditions des Équateurs, 2025)
Lina Schwenk: Blinde Geister (C. H. Beck, 2025)
Manche Worte brauchen ein ganzes Leben, um anzukommen. Olivia wächst im friedlichen Deutschland der 50er-Jahre auf und doch trägt beinahe jeder Tag ein Stück Vergangenheit in sich. Wenn der Vater wieder und wieder die Lebensmittelvorräte überprüft oder der Lehrer die Kinder im Turnunterricht durch selbst gebaute Schützengräben kriechen lässt.
Erst als Erwachsene begreift Olivia, wie stark sie von einer Generation bestimmt ist, die es nie gewagt hat, laut zu hoffen – und beginnt, sich auf ungewöhnlichen, teils skurrilen Wegen von den Erinnerungen der anderen zu befreien.
Blinde Geister ist eine bewegende Familiengeschichte, die vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart führt und von der Frage erzählt: Wie können wir die eigene Familie schützen und uns gleichzeitig vor ihr bewahren?
Christoph Peters: Innerstädtischer Tod (Luchterhand Literaturverlag, 2024)
Es ist der 9. November 2022. Der russische Angriff auf die Ukraine überschattet das private wie das öffentliche Leben. Am Abend wird die erste Einzelausstellung des aufstrebenden Künstlers Fabian Kolb in der berühmten Berliner Galerie Konrad Raspe eröffnet.
Fabians Familie, Eigentümer der letzten Krefelder Krawattenmanufaktur, ist eigens für dieses Ereignis angereist. Sein Onkel, Hermann Carius, alternder Chefideologe der „Neuen Rechten“ im Bundestag, denkt über einen medienwirksamen Auftritt bei der Vernissage nach, während Fabians Vater hofft, die internationalen Kontakte seines Schwagers zu nutzen, um weiterhin Ware nach Russland zu exportieren.
Je näher die Ausstellung rückt, desto stärker werden Fabians Zweifel, ob er tatsächlich bereit ist, sich auf all die Kompromisse einzulassen, die eine internationale Karriere als Künstler mit sich bringen, zumal sein Galerist sich plötzlich mit schweren Vorwürfen ehemaliger Mitarbeiterinnen konfrontiert sieht.
Informationen zum Franz-Hessel-Preis:
