Geschichten aus Jerusalem: Glaube – Liebe – Hoffnung – Angst

Dani Levys erste fiktionale VR-Produktion

Geschichten aus Jerusalem: Glaube – Liebe – Hoffnung – Angst preview image

Dani Levys VR-Reihe „Jerusalem Stories: FAITH • LOVE • HOPE • FEAR” erzählt in vier Episoden in 360°/VR-Technik und 3D facettenreich vom Leben in der Heiligen Stadt.

„Jerusalem: Glaube·Liebe·Hoffnung·Angst“ erzählt vier Geschichten aus israelischer und palästinensischer Perspektive. Wer über die VR Brille in Levys Arbeit eintaucht, erlebt die Illusion physisch vor Ort zu sein.

Für Levy ist diese neue Filmerfahrung eine Herausforderung, denn das traditionelle Vokabular einer filmischen Erzählung muss im virtuellen Raum neu erfunden werden.

Glaube

Die Auftaktfolge „Glaube“ dreht sich um einen israelischen Stand-up-Comedian, der auf dem Zionsplatz mit aggressiven Zuschauern in einen bedrohlichen Zwist gerät.

Liebe

In „Liebe“ wird eine junge Palästinenserin auf dem Weg vom Westjordanland nach Israel von einem gleichaltrigen Soldaten zum Verhör gebeten. Es kommt zu einer bedeutungsvollen Unterredung.

Hoffnung

Die Episode „Hoffnung“ zeigt einen militärischen Scharfschützen, der sich über den Dächern der Altstadt positioniert hat. In den Gassen des Basars verfolgt er ein besonderes Ziel – so lange, bis ihm ein göttliches Zeichen erscheint.

Angst

In der vierten Folge „Angst“ spukt ein Geist durch die Ruinen jenes Gebäudes, das einmal das palästinensische Parlament werden sollte. Ist es etwa Jassir Arafat?

Das Projekt

Als „völlig neue Dimension, die so überwältigend anders“ sei, beschreibt Dani Levy dabei seine ersten Erfahrungen mit Virtual Reality. Für die Umsetzung seiner filmischen Ideen baute der Schweizer Filip Zumbrunn eigens eine lustig aussehende Kamera-Helm-Konstruktion für die 360°-Objektive, die es dem Kameramann ermöglichte, seinem filmischen Gegenüber auf Augenhöhe zu begegnen. Allerdings musste er dafür mit seinem Reiterhelmaufsatz jeweils tief in die Knie gehen, eine Art „silly walk“ vollführen, und konnte sich nur gelegentlich auf dem am Gesäß fixierten Melkschemel ausruhen. Gleichzeitig war sein Blick stets auf eine Wasserwaage gerichtet, um die Kamera auf dem Kopf möglichst gut auszubalancieren.

Zum technisch anspruchsvollen Dreh kam eine weitere große Herausforderung hinzu: die politische Dimension des Themas. Dem Regisseur war bewusst, dass er mitten ins Wespennest stieß. Sein Anspruch, die vier Kurzfilme völlig gleichberechtigt in jüdisch-israelischer und palästinensischer Perspektive darzustellen, machte das Unternehmen nicht leichter. Mal genügte dafür keine einfache Drehgenehmigung, mal weigerten sich die Schauspieler seinen Weisungen im Drehbuch zu folgen, mal wurde ein zuvor genehmigter Dreh kurzfristig wieder untersagt. „Die politischen Verhältnisse waren bei diesem Projekt weitaus wichtiger als die Aufgabe, die Schauspieler zu lenken“ so Levy.

Sorry

Site unsupport
Update browser