Angeheitert in Fontenay-Le-Comte

Fontenay-Le-Comte

Angeheitert in Fontenay-Le-Comte

Fontenay-Le-Comte

„Die Dinge kontrollieren, statt sich von ihnen kontrollieren zu lassen“, sagte Ian MacKaye, Sänger der Kultband Minor Threat. Voranschreiten, ohne von irgendjemanden etwas zu erwarten, Handelnder und nicht nur Konsument seiner Musik sein, generell unabhängig von der Plattenindustrie auftreten: Wie auch sein nächster Verwandter, der Punk, ist Hardcore stark geprägt von der „Do-it-yourself“-Philosophie.

Wie kann man sich in diese Szene einbringen? Indem man Bands oder Labels gründet oder Konzerte organisiert, wie an jenem Mittwoch in Fontenay-Le-Comte in der Vendée. Drei Bands (die Stinky Bollocks aus Nantes, Another Bloodshed aus La Rochelle und eben die Direwolves), eine Bar mit Rock-Atmosphäre und dem richtigen Barbesitzer, ein Facebook-Event: viel braucht es nicht, um ein Liveact auf die Beine zu stellen. Ob mit oder ohne Publikum ist anscheinend egal, genauso wie die Bezahlung: Für 25 Minuten Show bekommen die Direwolves bescheidene 45 Euro. Ihnen zuzuhören ist nicht das, was eigentlich zählt. „Was die Ehrlichkeit dieser Musikszene ausmacht, ist, dass sie mit Geld nichts am Hut hat“, so Benjamin. „Wir und die anderen wollen einfach nur unsere Leidenschaft für Musik ausleben.“

En savoir plus

„Die Ethik des Hardcore (L’éthique du hardcore)“, ein Artikel der Philosophin Catherine Guesde, veröffentlicht 2012 in der wissenschaftlichen Revue Multitudes.

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