Kurdistan – ein Traum

Kurdistan – ein Traum

Rot-weiß-grüne Fahnen, in deren Mitte eine Sonne mit 21 Strahlen, Banner politischer Parteien, Fotos der an der Front getöteten Peshmerga-Kämpfer… Alles im Lager von Kawergosk weist darauf hin, dass diese Flüchtlinge zwar auch Syrer, aber in erster Linie Kurden sind. Vertrieben aus dem Nordosten Syriens, sind sie in der Autonomen Region Kurdistan im Irak gelandet – an eben jenem Ort, an dem Saddam Hussein 25 Jahre zuvor den Völkermord am kurdischen Volk verüben ließ – wie eine ewige und grausame Wiederholung der Geschichte.

Syrisches Kurdistan, irakisches Kurdistan, türkisches Kurdistan, iranisches Kurdistan: Viele Flüchtlinge haben den Traum, dass diese vier Teile eines Tages ein Land formen, ein großes Kurdistan. Das wird allerdings nicht in naher Zukunft geschehen.