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IM OSTEN WAS NEUES

Mit der Inszenierung von Carl Orffs Kantate findet erstmals seit zwei Jahrzehnten ein Klassikkonzert vor der Kulisse der Verbotenen Stadt in Peking statt.

Ahnentempel Taimiao: Dirigent Long Yu und das Shanghai Symphony Orchestra in Peking (DG © Julia Schoierer)

Was dem italienischen Regisseur ­Bernardo ­Bertolucci in den 1980ern gelungen ist, darf als Sensation gewertet werden: Er erhielt die Genehmigung, seinen Film „Der letzte Kaiser“, der auf der Biografie des Prinzen Puyi fußt, Chinas letzten „himmlischen Sohnes“, vor Originalkulisse zu drehen. ­Opernsänger ­Luciano ­Pavarotti hingegen, der lange von einem Auftritt in Pekings Verbotener Stadt geträumt hatte, blieb die Ehre zeitlebens verwehrt.

Zum 120. Jubiläum der Deutschen Grammophon, des ältesten Tonträgerlabels der Welt, traten nun erstmals seit 20 Jahren wieder Klassik-Künstler vor der imposanten Kulisse der Verbotenen Stadt auf. Vor dem kaiserlichen Ahnentempel Taimiao führte der chinesische Dirigent Long Yu zusammen mit dem Shanghai Symphony Orchestra im Oktober vor rund 1.200 Besuchern eines der bekanntesten Werke des 20. Jahrhunderts auf: Carl Orffs „Carmina Burana“. Die Kantate beruht auf den Texten einer mittelalterlichen Liedersammlung, die im Jahr 1803 im Kloster Benediktbeuern in Oberbayern entdeckt wurde. Sie erzählt von den fundamentalen Themen – von Liebe und Lebensfreude, von Glück und Leid.

Autor: Teresa Pieschacón Raphael

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Dezember-Ausgabe des ARTE Magazins!

Aus der Verbotenen Stadt: Carl Orff: Carmina Burana

Konzert, Sonntag, 30.12. | 17.30 Uhr
Online verfügbar bis zum 28. Januar 2019!

Kategorien: Dezember 2018