James Turrell, KUNST, Kunst im Paradies, Licht
julien.wilkens@axelspringer.de

„DIE ARBEITEN HANDELN NICHT VON LICHT. SIE SIND DAS LICHT.“

Lichtkünstler James Turrell.

James Turrell (© FLORIAN HOLZHERR/JAMES TURRELL)

Grenzenlose Räume, die kein Oben und kein Unten erkennen lassen. Orte, die in mystische Sphären vorzudringen scheinen. So wirken die begehbaren Installationen, die der US-Amerikaner James Turrell seit den 1960er Jahren erschafft. Er sei weder Guru noch Esoteriker, sagt Turrell und betont: „Meine Arbeit ist reine Physik, nichts weiter.“ 1943 in Los Angeles geboren, wuchs Turrell als Sohn von Quäkern auf, einer Religionsgemeinschaft, die seit dem 17. Jahrhundert existiert. Zu Hause gab es kein Auto, keinen Strom, kein elektrisches Licht. Später studierte Turrell zunächst Psychologie und Mathematik, bevor er 1973 sein Kunststudium abschloss. Als sein bekanntestes Werk gilt der Roden Crater – ein Vulkankegel, den der Künstler in ein Licht-Observatorium verwandelte.

Kunst im Paradies

Dokureihe, Sonntag, 10.6 | 10:45 Uhr
Online verfügbar bis 16.6. auf arte.tv

Kategorien: Juni 2018