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INGO KNOLLMANN FÜHRT DURCH DEN ARTE-FESTIVAL SOMMER

Für ARTE ist Ingo Knollmann in diesem Sommer Festival-Botschafter. Der „Donots“-Sänger über Aspirin, Bucket-Lists und schlechte Performances.

Ingo Knollmann: Frontmann der Band Donots (© Ingo Donot/ Illustration: Selman Hoşgör)

ARTE Magazin: Viele Festivals werden immer mehr zu Lifestyle-Events. Schlimm für Sie?
Ingo Knollmann: Ich bin großer Purist und finde Musik toll. Aber wenn Leute ein Festival als Alltags-Eskapismus sehen und für den Spirit kommen, ist das auch okay, solange sie sich auch ein bisschen was angucken.

ARTE Magazin: Was macht Ihre Band, wenn sie mittags spielt und das Publikum nicht abgeht?
Ingo Knollmann: Es gibt keine schlechte Spielzeit, es gibt nur eine schlechte Spielform. Man muss auch an einen Gig am Mittag so rangehen, als wäre es der Headline-Slot auf der Main Stage.

ARTE Magazin: Wenn Sie nur drei Dinge zum Festival mitnehmen dürften, welche wären das?
Ingo Knollmann: Gummistiefel! Ich vergesse die immer und stehe dann mit Chucks im Regen. Ehrlicherweise braucht man auch Aspirin. Und unbedingt ein dickes Portemonnaie, um Bandshirts zu kaufen.

ARTE Magazin: Lassen Sie sich auf Festivals treiben oder machen Sie sich einen Stundenplan?
Ingo Knollmann: Ich habe immer eine Bucket-List und halte mich auch dran. Das Schlimmste sind Bandüber schneidungen, wenn man bei einer Band früher gehen muss, weil man die andere sehen will.

Interview: Julian Gutberlet

Der ARTE-Festival Sommer

Kategorien: Juni 2018