Spanien, Zu Tisch, Zu Tisch in Garrotxa

ZU TISCH …LA GARROTXA

 

Vulkankrater und Schweine in unberührter Natur: Die Pyrenäen lohnen sich – zu Fuß und von oben.

© Antonia Hrastar

Was den spanischen Ort Olot zu einer besonderen Stadt macht? Er schmiegt sich an vier Vulkankrater, der größte und bekannteste unter ihnen ist der des Volcà del Montsacopa, auf dem sogar eine Kirche thront, die Esglèsia de Sant Francesc. Wer von hier aus über die kleine Stadt und in das Tal des östlichen Pyrenäenvorlands blickt, verspürt eine innere Ruhe, so sanft gleiten die umliegenden Vulkanhügel ineinander. Olot ist der Hauptort der Comarca Garrotxa in der katalanischen Provinz Girona. In dieser Region liegt auch der „Parc Natural de la Zona Volcànica de la Garrotxa“. Mit mehr als 40 Vulkanen und rund 20 erstarrten Lavaflüssen bietet er Wanderern ein besonderes Flair inmitten der schlafenden Riesen, die zum Großteil nicht als erloschen, sondern lediglich als derzeit inaktiv eingestuft werden. Der letzte Ausbruch in dieser Gegend liegt rund 10.000 Jahre zurück. Mit einem 160 Meter hohen Kegel gilt der Croscat als höchster Vulkan der Iberischen Halbinsel. Zuletzt brach er vor rund 14.000 Jahren aus. Von weit oben sind die bewachsenen Krater besonders gut zu erkennen – etwa aus dem Heißluftballon. Wer sich treiben lässt, erkennt aus der Höhe neben Kratern und mittelalterlichen Burgen vielleicht auch ei- nige der hier lebenden Schweine. Die Tiere, die in nahezu unberührter Natur aufwachsen, gehören zur traditionellen Küche von La Garrotxa. In der „cocina volcánica“ steht gegrilltes und gebratenes Schwein genauso auf dem Speiseplan wie ein Kuchen aus Schweineschwarten, „coques de llardons“. Auch katalanischer Salat mit Wurst wird gern in Tapas-Bars und Restaurants gegessen, dazu weiße Bohnen aus Santa Pau, Trüffel, Pilze, Orangen und ein Gläschen Kräuterschnaps Ratafia. Die Bewohner von La Garrotxa bevorzugen es deftig – genau das Richtige nach einer Wanderung durch die Vulkanlandschaft.

Das Rezept für Schweinerücken mit Orange

Zutaten für 4 Personen

1kg Schweinerücken (Stielkotelett)
Öl zum Anbraten
4 Orangen ausgepresst
4 mittelgroße Zwiebeln
3 Lorbeerblätter
Salz und Pfeffer
1 Glas trockener Weißwein
3 EL Honig

So geht’s:
1. Schweinerücken salzen und pfeffern. Olivenöl in einem Schnellkochtopf erhitzen, das Fleisch von allen Seiten circa 5 Minuten scharf anbraten.

2. Die Zwiebeln abziehen, in grobe Stücke schneiden und zum Fleisch geben.

3. Honig einrühren und mit Weißwein ablöschen. Das Ganze 5 Minuten bei mittlerer Flamme köcheln lassen.

4. Die Lorbeerblätter und den Saft der ausgepress­ten Orangen dazugeben. Topf schließen, Garstufe 2 am Deckel einstellen. Herd auf höchste Stufe stellen. Sobald der Knopf oben ist, Herd auf mittlere Stufe stellen. Circa 30 Minu­ten schmoren lassen, Herd 5 Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten, um die Resthitze zu nutzen. Nach Gebrauchs­anweisung den Dampf ablas­sen. Deckel abnehmen, wenn der Topf druckfrei ist.

5. Fleisch aus der Soße nehmen, abkühlen lassen. In Scheiben schneiden, in feu­erfeste Schale legen. Den Back­ofen auf 180 Grad vorheizen.

6. Lorbeerblätter entfernen. Bratensoße mit Zwiebeln pürieren, über das Fleisch gie­ßen. Mit Orangenscheiben ver­zieren, 10 Minuten bei 180 Grad in den Backofen schieben – Bona apetit!

Zu Tisch: La Garrotxa

Esskulturdoku, Samstag, 2. Juni, 18.25 Uhr
Online verfügbar bis zum 10. Juni auf arte.tv

Kategorien: Juni 2018