Bad Banks, Christian Schwochow, Finanzkrise

BAD BANKS

Christian Schwochows spannende Serie erzählt vom Rausch des Gelds und den Abgründen der Finanzwelt.

ZDF © Ricardo Vaz Palma

Marode Anleihen, toxische Papiere, riskante Kredite. Was tun Banker, wenn die Hütte brennt? Sie gründen eine sogenannte Bad Bank und lagern die Gefahren aus. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2007/2008 zogen etliche internationale Geldinstitute die Reißleine – um Schlimmeres zu verhindern. In der gleichnamigen TV-Serie „Bad Banks“, die ARTE im März zeigt, erzählt Regisseur Christian Schwochow von Adrena­linrausch, Aufstieg und Absturz, Narzissmus, Sucht: eben vom Alltag im Investmentbanking.

Und von Praktiken, die damals zum Crash geführt hatten: Forderungen aus faulen Krediten gibt eine zu sanierende Bank an die Bad Bank ab. Im Gegenzug erhält sie einen Kaufpreis in Höhe des Nominalwerts der Kredite, abzüglich der erwarteten Verluste. Das Risiko höherer Verluste trägt die Käuferin; die zu rettende Bank wird von der Haftung befreit und muss für die veräußerten Kredite kein Eigenkapital vorhalten. Die Gefahr ist gebannt – zumindest in den Büchern.

Die Recherchen für die Serie waren kompliziert, denn viele Banken haben ihren Mitarbeitern seit der Krise einen Maulkorb verpasst. „Offiziell bekamen wir keinen Zugang“, sagt Christian Schwochow. „Stattdessen mussten wir verschlungene Wege gehen, bis uns irgendjemand Einblick gewährte.“

Autor: Frank Lassak
Den ganzen Artikel finden Sie in der März-Ausgabe des ARTE Magazins!

Bad Banks

Serie, ab Donnerstag, 1. März, 20.15 Uhr
Online verfügbar bis zum 7. März. Mehr auf arte.tv

Kategorien: März 2018