Max Raabe, Palast Orchester
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„ICH WAR NOCH NIE COOL“

Für seine Eleganz und ironische Art ist der Sänger Max Raabe berühmt. Ein Interview über Eminem, Humor und den gepflegten Umgang mit Smartphones.

2 © Heiko Richard für das ARTE Magazin

Dass Max Raabe eine Affinität zu Tieren hat, ist kein Geheimnis. Ein Hund, eine Ente und aktuell ein Rabe zieren die Cover seiner Alben. Der Foto­termin fürs ARTE Magazin­ mit Hase Mucki – ein Kinderspiel für den 55-jährigen Musiker. In einem für ihn typisch eleganten Outfit posiert er in der Berliner PanAm Lounge, hier ein ironischer Blick, da ein verschmitztes Lächeln. Die Bohrgeräusche, die von draußen hereindringen, stören ihn nicht. Im Gegenteil: „Ich höre diesen Rhythmus und überlege sofort, was für eine Melodie man da drüberlegen könnte.“ Auch das verwundert nicht, ist Max Raabe doch bekannt für musikalische Alltagsbeobachtungen aller Art. Im Interview spricht er über Pop und Politik, improvisierten Blödsinn und Coolness.

arte: Herr Raabe, sind Sie wirklich auf einem Bauernhof aufgewachsen? Das würde man ja nun nicht gerade vermuten …
Max Raabe: Doch, die ersten Lebensjahre habe ich auf einem Bauernhof verbracht. Der Hof ist seit Jahrhunderten im Besitz meiner Familie. Mein Vater hat ihn dann an seinen Bruder abgegeben, wir Kinder haben aber auch später noch bei der Ernte geholfen.

arte: Hatten Sie viele Tiere?
Max Raabe: Wir hatten ein paar Kühe, Schweine und Pferde. Und Hasen!

arte: Vermissen Sie das Landleben?
Max Raabe: Überhaupt nicht. Ich liebe die Stadt. Ehrlich gesagt liebe ich beides. Besonders im Sommer finde ich das Berliner Umland herrlich. Überall gibt es Seen und keinen Badestau. Das habe ich schon immer genossen. Als die Mauer weg war, noch mehr, weil noch viel mehr Badestellen dazukamen.

arte: Heute gelten Sie als gefeierter Star. Sind Sie trotzdem bodenständig?
Max Raabe: Ich würde mich nicht als gefeierten Star bezeichnen. Da haben Sie die Antwort wahrscheinlich schon. Ich freue mich, dass ich von meiner Musik leben kann. Das war immer mein Traum. Alles andere ist ein schönes Drumherum.

arte: Verraten Sie uns jetzt trotz Zurückhaltung noch Ihr Lieblingsessen? Hoffentlich nicht Hasenbraten …
Max Raabe: Sagen wir mal „Wasenbraten“. Damit der Hase keinen Schreck kriegt.

Das ganze Interview mit Max Raabe lesen Sie in der Januar-Ausgabe des ARTE Magazins.

Interview: Lydia Evers

Max Raabe & Das Palast Orchester: Eine Nacht in Berlin

Konzert Sonntag, 7.1., 18.25 Uhr
Online verfügbar vom 7. bis zum 14. Januar

 

Kategorien: Januar 2018