Ali Soozandeh, ARTE Kino, November, Tabu, Teheran

ARTE IM KINO: TEHERAN TABU

Ali Soozandehs TEHERAN TABU ist ein provokanter, gesellschaftskritischer Animationsfilm, der seine Weltpremiere bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen von Cannes feierte.

Pari sorgt sich um ihren Sohn Elias, denn sie kann kaum für den Unterhalt aufkommen ©CAMINO Filmverleih

Drei Frauenschicksale in der Hauptstadt Irans: Sara (Zahra Amir Ebrahimi) erwartet ein Kind, pflegt zu Hause den Schwiegervater und lässt sich von dessen Frau gängeln. Der Ehemann von Paris (Elmira Rafizadeh) sitzt im Knast. Er will sich nicht scheiden lassen, aber ohne seine Unterschrift steckt sie in der gescheiterten Ehe fest. Ein Richter nutzt Paris Notlage und macht sie zu seiner Geliebten. Um sich und ihren Sohn Elias (Bilal Yasar) durchzubringen, prostituiert sie sich. Donya (Negar Mona Alizadeh) trifft Babak (Arash Marandi), einen Musiker; sie nehmen Drogen und haben Sex. Doch Donya heiratet demnächst und muss ihre Jungfräulichkeit vorweisen. Und für eine Hymen-Operation fehlt ihr das Geld. Der aus Iran stammende und in Deutschland lebende Regisseur Ali Soozandeh zeigt Szenen, die ihn in der Heimat wohl den Kopf kosten würden: Drogen, Sex und Korruption mitten in Teheran.

Weitere Informationen zum Film: teherantabu-film.de

Interview mit Regisseur Ali Soozandeh und Darstellerin Zarah Amir Ebrahimi

Filmstart: 16. November 2017
Regie: Ali Soozandeh

Kategorien: Dezember 2017