Filmbiografie, Interview, Regisseur, Rosa von Praunheim, Sexualität, WISSENSCHAFT

DREI FRAGEN AN: ROSA VON PRAUNHEIM

Am 25. November feiert Buchautor und Regisseur ROSA VON PRAUNHEIM seinen 75. Geburtstag. Wir haben ihn zu Hause besucht.

© Antonia Hrastar

ARTE Magazin: 150 Filme haben Sie bereits gedreht. Welcher fehlt noch?

Rosa von Praunheim: Jedes Jahr entwickle ich etwa zehn Filmkonzepte und versuche sie zu finanzieren. Im Schnitt werden zwei produziert. Die Ideen haben meist aktuellen oder historischen Bezug. Ein Thema, das ich gern angehen würde, ist das Leben des Herzogs August von Sachsen-Gotha.

„Sex after Death“- Ein Song in Ihrem neuen Theaterstück.

Klar, dass ich in ,Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht‘ wissen wollte, wie es nach dem Tod mit dem Sex weitergeht. Das Stück handelt schließlich vom Leben und Sterben. Es ist nur nicht so ernst wie ,Todesmagazin‘, ein Film, der in den 1970er Jahren bei einem Sender im Giftschrank landete.

Wo bewahren Sie Ihr Bundesverdienstkreuz auf?

Mein Freund hat es versteckt. Ich weiß nicht genau, wo er solche Dinge verstaut, aber er sorgt jedenfalls dafür, dass Kreuze, Bären und dergleichen an einem sicheren Ort gelagert werden, damit sie nicht einstauben.

Das Interview führte Frank Lassak.

Der Einstein des Sex – Filmbiografie

Kultregisseur von Praunheim beschreibt das Leben von Magnus Hirschfeld (1868-1935), einem Sexologen, der großen Einfluss auf die politische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Homosexualität gehabt hat. Als Homosexueller, Jude und Sozialist muss Magnus in den 30er Jahren fliehen. Er stirbt 1935 in Nizza.

Nächste Ausstrahlung 29. November, 23.00 Uhr

Kategorien: November 2017