Isabelle Huppert, Liebe, Michael Haneke

„ICH SPIELE NUR DAS, WAS MICH WIRKLICH INTERESSIERT“

Sie ist eine Ikone des modernen französischen Films: International gefeiert und mit Preisen überhäuft, kann Isabelle Huppert auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken.

© Getty Images

Es ist beachtlich, was Isabelle Huppert in ihrer Karriere bereits erreicht hat: die heute 64-jährige Pariserin drehte mit Claude Chabrol und Paul Verhoeven, war Jurypräsidentin in Cannes und gilt als Muse des Regisseurs Michael Haneke.

Mit Letzterem drehte sie bereits vier Filme. „Mit Michael drehe ich besonders gern“, sagt sie. Aktuell ist sie in Hanekes „Happy End“ in den Kinos zu sehen, doch auch für „Liebe“ (2012) stand sie für ihn vor der Kamera.

In „Liebe“ spielt sie Eva, die Tochter von Georges (Jean-Louis Trintignant) und seiner Frau Anne (Emmanuelle Riva). Ihre Mutter ist nach einem Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt und auch ihr Vater ist gebrechlich. Trotzdem will dieser seiner Frau das Pflegeheim ersparen und kümmert sich aufopfernd. Ein Rückschlag stellt ihre Liebe vor eine Zerreißprobe.

Ihre Rollenwahl basiert aber keinesfalls ausschließlich auf der Wertschätzung für Haneke: „Es gibt in dieser Hinsicht keinen Altruismus. Ich mache nur, was mich interessiert, und ich tue es nur für mich selbst.“

ARTE Highlight: Liebe

Jenseits der 80 wird das Leben beschwerlich, aber die Liebe macht es erträglich. Michael Haneke zeigt in seinem oscarprämierten Meisterwerk die Geschichte von Anne (Emmanuelle Riva) und Georges (Jean-Louis Trintignant), einem Rentnerehepaar, das trotz schwerer Schicksalsschläge die Hoffnung nicht verliert.

Drama

Mittwoch, 4. Oktober, 20.15 Uhr

Bis 11.10 online verfügbar.

Kategorien: Oktober 2017