Meditation, Yoga

FÜNF ERSTAUNLICHE FAKTEN ÜBER MEDITATION

Wissen Sie, wofür das „Om“ steht? Und welche Wirkung Meditation auf das Gehirn hat? Erstaunliche Fakten über eine Jahrtausende alte Praxis.

Regelmäßiges Meditieren hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit © Getty Images

Einfach mal sitzen und wahrnehmen, die Welt um sich herum weiter rasen lassen und zu innerer Ruhe kommen. Meditation hat in fernöstlichen Kulturen eine lange Tradition. Auch in der westlichen Welt wird die entspannende Praxis immer beliebter und findet Eingang in die hektischer werdende Arbeitswelt: Viele Konzerne bieten für ihre Angestellten mittlerweile Yoga- oder Meditationskurse an. Auch auf Youtube werden geführte Meditationen millionenfach angeklickt.

Religiöse Wurzeln der Meditation

Meditation wird gemeinhin mit dem Hinduismus und dem Buddhismus assoziiert. Tatsächlich spielt das Erlangen von Weisheit und Erleuchtung, das Erreichen des „Nirwana“, in diesen Religionen eine besonders große Rolle. Doch auch im Judentum, im Christentum und im Islam ist das Meditieren verankert.

Sitzen, atmen, tanzen, gehen

Meditierende Menschen werden oft im Schneidersitz mit geschlossenen Augen gezeigt. Tatsächlich ist die Atemmeditation im Sitzen, bei der der Meditierende seine Aufmerksamkeit auf den gleichmäßigen Atem richtet, sehr verbreitet. Doch auch beim Tanzen oder sogar beim Gehen kann meditiert werden: Es geht eher um die Erlangung eines bestimmten Bewusstseinszustands, der den Meditierenden ins Hier und Jetzt holt, als um die Durchführung eines konkreten Programms.

Das Om

Das zu Anfang von Meditationen oft gemeinsam gesprochene „Om“ ist eine Silbe, die im Buddhismus und im Hinduismus als heilig gilt. Sie wird als universelles Urwort verstanden, das alles in sich enthält. Es verkörpert die drei Bewusstseinszustände: den Wachzustand, den Traumzustand und den Tiefschlaf. Das gesprochene oder gesungene „Om“ wird seit Jahrtausenden verwendet, um zu Beginn der Meditations- oder Yogapraxis Körper, Geist und Seele zusammenzuführen.

Wirkung aufs Gehirn

Der ganze Körper reagiert auf den meditativen Zustand: Der Herzschlag wird langsamer, die Atmung gleichmäßiger und tiefer, Muskelanspannungen werden gelöst. Die Wirkung des Meditierens lässt sich auch im Gehirn messen. So wurde herausgefunden, dass die Bereiche der Großhirnrinde, die für emotionale und kognitive Prozesse sowie für unser Wohlbefinden wichtig sind, bei Menschen mit regelmäßiger Meditationspraxis dicker sind. Laut einer anderen Studie sind bei Menschen, die meditieren, außerdem die Gehirnbereiche besser miteinander verbunden und die Dichte der Nervenzellen höher.

Wirkung auf die Psyche

Wer regelmäßig meditiert, ist im Alltag wacher und konzentrationsfähiger. Außerdem belegen Studien, dass durch das Meditieren Stress nachhaltig reduziert werden kann. Auch interessant: Laut einer Studie der Universität Madison in den USA sind Menschen nach dem Meditieren mitfühlender als zuvor.

ARTE Highlight: Die heilsame Kraft der Meditation

Meditation ist für viele das neue Yoga und gewinnt weltweit an neuer Beliebtheit. Immer mehr klinische Studien zeigen, dass Meditation einen positiven Einfluss auf unser Gehirn und unsere Gesundheit hat. Die Wissenschaft hat erste Antworten auf die Frage, inwiefern die mentale Praxis tatsächlich wirksam bei Schmerzen, Depressionen oder Ängsten ist. Könnte die Meditation dabei helfen, bestimmte Krankheiten zu heilen beziehungsweise uns ganz vor ihnen zu bewahren?

Samstag, 23. September, 22.00 Uhr

Kategorien: September 2017