Albrecht von Lucke, Björn Engholm, Debatte, DEUTSCHE LINKE, GESELLSCHAFT, Matrosenaufstand 1918, POLITIK
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WIE GEHT’S LINKS?

Politik. Beim Matrosenaufstand in Kiel zeigte sich die Spaltung der deutschen Linken. 100 Jahre später ist sie immer noch da – unüberwindlich?

(© Illustration: Zeloot)

Aufgabe linker Politik wäre es, die extreme Ungleichverteilung von Lebenschancen zu mindern und sie für die Chancenarmen zu mehren. Und notwendige Ressourcen über wirtschaftlichen Zuwachs sowie „gerechtere“, weniger ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen zu gewinnen. Eine solche linke Politik ist keine Drohung gegen niemanden, sondern ein Angebot an die Vernunft aller: je gleicher die Chancen, desto gesicherter die Würde und stabiler der gesellschaftliche Zusammenhalt.
Text: Björn Engholm

Heute kommt, 50 Jahre nach 1968, die Wut gegen das Establishment nicht primär von links, sondern von rechts. Im gesamten Westen machen Rechtspopulisten gegen die liberale Gesellschaft Front. Ihr Ziel ist keine nach vorne weisende Utopie, sondern eine „Retrotopie“: In einer Zeit der totalen Chaotisierung sehnen sich viele zurück in die vergangene Übersichtlichkeit umgrenzter, möglichst homogener Gemeinschaften. Mit der Flüchtlingskrise von 2015 ist dieses Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung voll in der deutschen Gesellschaft ausgebrochen – als rasende Wut gegen „die da oben“.
Text: Albrecht von Lucke

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Oktober-Ausgabe des ARTE Magazins!

1918 – Der Aufstand der Matrosen

Dokudrama, Dienstag, 30.10 | 20.15 Uhr
Online verfügbar bis zum 13. Dezember!

Kategorien: Oktober 2018