Mario Adorf, neulich mit
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NEULICH MIT … MARIO ADORF

Auf ARTE spielt Mario Adorf den Philosophen Karl Marx in dessen letzter Lebensphase. Während der Sprachaufnahmen hat er kurz Zeit fürs Gespräch.

Jung trifft erfahren: Redakteur Julian Gutberlet mit Mario Adorf (© ARTE Magazin)

Drei Fragen an Mario Adorf

ARTE Magazin: Was war Ihr erster Berührungspunkt mit Karl Marx?
Burkhart Klaußner: Als Jugendlicher habe ich in einem Steinbruch gearbeitet und Erfahrungen als Lohnsklave gemacht. Das war meine erste Berührung mit Marx in der Praxis. Als mit der Karriere das Geld kam, habe ich ihn für viele Jahrzehnte vergessen. Dann kam er wieder als der alte Marx.

ARTE Magazin: Haben Sie durch die Rolle etwas über ihn gelernt?
Burkhart Klaußner: Im Film erfährt man viel über den privaten Marx, also über sein Leben als Familienvater und seine liebevolle Beziehung zu seinen Töchtern und Enkeln. Das war bisher noch nicht so bekannt. In der Vorbereitung auf die rolle habe ich mich oft in ihm wiedererkannt.

ARTE Magazin: Vielleicht lesen heute wieder Das Kapital ist noch aktuell?
Burkhart Klaußner: Absolut. Karl Marx hatte schon damals Ansätze, die in Zeiten der Globalisierung und des Turbokapitalismus aktueller sind denn je. Man könnte viel Unrecht vermeiden, wenn Wirtschaftsfunktionäre mal Das Kapital läsen.

Interview: Julian Gutberlet

Karl Marx – Der deutsche Prophet

Dokudrama, 2.5., 9.25 Uhr
Online verfügbar bis 27. Mai

Kategorien: Mai 2018