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HIGHLANDER – ZAHLEN UND FAKTEN ZUM KULTFILM

Trotz mäßiger Kritiken wurde „Highlander“ zum absoluten Kultfilm. Zahlen und Fakten rund um den Fantasy-Action-Klassiker.

Sean Connery als Ramírez in „Highlander“ © 1986 Highlander Productions LtD

Die Story von „Highlander“ ist schnell erzählt: Connor MacLeod (Christopher Lambert) betreibt ein Antiquitätengeschäft in New York. Doch in Wirklichkeit ist er ein unsterblicher Krieger, geboren im Jahr 1518. Nur eine Enthauptung kann ihn töten. Seine Gabe ist gleichzeitig ein Fluch: Denn es gibt noch andere Unsterbliche. Untereinander führen diese Wesen erbitterte Kämpfe, denn: „There can be only one“ – Es kann nur einen geben. Mit zahlreichen Rückblenden und dem Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird die lange Lebensgeschichte MacLeods erzählt, der als schottischer Krieger nach einer schweren Verwundung seine Unsterblichkeit erlangte. Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen: MacLeod verfällt der Polizistin Brenda, die ihm und seiner unglaublichen Geschichte auf die Schliche kommt.

Die Rolle seines Lebens

Die Geschichte des Films entstammt der Feder eines Filmstudenten, Gregory Widen. Nach eigenen Angaben hat Widen eine Ritterrüstung in einem Museum zu dem Gedankenexperiment inspiriert, wie ein mittelalterlicher Krieger wohl heute leben würde.

Das Budget für „Highlander“ wird mit 16–19 Millionen Dollar angegeben. 12 Millionen wurden davon durch Kinobesucher weltweit wieder eingespielt.

Der Spruch „There can be only one“ – „Es kann nur einen geben“ ist das Kultmerkmal des Films, wurde auf T-Shirts gedruckt und tausendfach rezitiert.

Die Rolle des Highlander Connor MacLeod war für Christopher Lambert die Rolle seines Lebens. Noch heute wird er mit dieser Rolle identifiziert. Um den schottischen Krieger glaubhaft zu verkörpern, nahm Lambert mehrere Monate Schwertkampftraining. Beim Dreh war seine massive Kurzsichtigkeit ein Problem: Lambert konnte keine Kontaktlinsen tragen, so musste besonders aufgepasst werden, dass keine Unfälle mit dem Schwert passieren. Auch sein Englisch musste Lambert für „Highlander“ aufpolieren. Der Schauspieler ist zwar in New York geboren, wuchs aber in Genf auf. Sein schlechtes Englisch soll den Filmemachern zu Beginn der Dreharbeiten Kopfschmerzen bereitet haben.

Hochmoderne Kameratechnik

Die Musik des Films entstand aus einer Kooperation zwischen dem Komponisten Michael Kamen mit der Band Queen. Eigentlich sollte Queen nur ein Stück zum Film beisteuern. Doch als die Band die ersten Aufnahmen des Films gesehen hatte, entschloss sie sich, die komplette Filmmusik beizusteuern.

Die Anfangsszene des Films zeigt einen Wrestlingkampf. Die dafür notwendige Kamerafahrt war technisch gesehen für die Zeit des Films extrem aufwendig und fortgeschritten. Hierfür wurde eine neue Computertechnologie eingesetzt, die den Eindruck entstehen lässt, es werde aus einem Hubschrauber gefilmt.

Sean Connery, der in Highlander die Rolle des Ramírez spielt, verstand sich bestens mit Christopher Lambert. Der Legende nach nannten sie sich auch in Drehpausen bei den Namen ihrer Charaktere und scherzten herum. In den Fortsetzungen bestanden beide darauf, wieder gemeinsam vor der Kamera zu stehen.

Connery war schon in den 1980ern ein gefragter Schauspieler und hatte deshalb nur eine Woche Zeit, alle Szenen zu drehen, in denen er vorkam.

In der deutschen Fassung enthält der Film einige Übersetzungsfehler. In einer Szene etwa besucht die Polizistin Brenda einen Computerspezialisten. Brenda fragt ihn, warum es im Raum so kalt sei. Der Spezialist antwortet, Wärme sei schlecht für die „circuits“, also die Schaltkreise. Im Deutschen wird „circuits“ fälschlicherweise mit „Kreislauf“ übersetzt. Kein Fehler, aber eine Verfälschung ist außerdem der Spitzname, den MacLeod Ramírez gibt. In der englischen Version nennt er ihn „Haggis“, was als Beleidigung gemeint ist. In der deutschen Version erhält er den heroisch klingenden Namen „spanischer Pfau“.

Carla Baum

ARTE Highlight: Highlander – Es kann nur einen geben

New York 1985: Ein unsterblicher schottischer Krieger wandelt seit 350 Jahren über die Erde und lebt nun als Antiquitätenhändler Russel Nash unter den Normalsterblichen. Sein richtiger Name ist Connor MacLeod. Er ist aber nicht allein mit seiner Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Diese übermenschlichen Wesen führen erbitterte Kämpfe, denn am Ende kann es nur einen von ihnen geben. Die Journalistin Brenda kommt der unglaublichen Geschichte auf die Spur – und dem Highlander sehr nahe.

Sonntag, 30. Juli, 20.15 Uhr

Kategorien: Juli 2017