Gärten, Kunstwerke, Landschaften, Oasen, Parks

Grüne Oasen für die Seele

Mal sind sie wild, mal verspielt, mal ganz akkurat: Gärten sind lebendige Kunstwerke und Orte der Ruhe. Von romantischen Miniaturlandschaften und geometrischen Parkanlagen – eine Entdeckungsreise mit ARTE.

Laif © Jens Schwarz Im Dickicht sind Statuen, Grotten und auch Gänge versteckt: Das grüne UNWeltkulturerbe Quinta da Regaleira in Portugal.

Laif © Jens Schwarz
Im Dickicht sind Statuen, Grotten und auch Gänge versteckt: Das grüne UNWeltkulturerbe Quinta da Regaleira in Portugal.

Wie im Märchenwald wuchern Farne und exotische Pflanzen rund um stämmige Pinien, im Dickicht sind Statuen, Grotten und auch Gänge versteckt, die hier und da den Blick auf den Palast der Quinta da Regaleira freigeben. In vielen Details stellte Theaterarchitekt Luigi Manini (1848–1936) in dem verwunschen wirkenden Garten bei Lissabon den Kosmos dar, mit Freimaurersymbolen und Anspielungen auf Dantes Göttliche Komödie. So haben alle Parks, die in der ARTE-Dokureihe „Magische Gärten“ vorgestellt werden, eine besondere Geschichte.

Getty Images © Adam Eastland Die Hochterrassen der Villa d’Este im italienischen Tivoli sind von zahlreichen Wasserspielen geprägt: Ein ausgeklügeltes System speist die Fontänen der Anlage wie zum Beispiel die Allee der 100 Brunnen.

Getty Images © Adam Eastland
Die Hochterrassen der Villa d’Este im italienischen Tivoli
sind von zahlreichen Wasserspielen geprägt: Ein ausgeklügeltes System speist die Fontänen der Anlage wie zum Beispiel die Allee der 100 Brunnen.

„Ein Garten ist kein wirklicher Ort, sondern eine Philosophie“, betont Tom Coward, leitender Gärtner der englischen Parkanlage Gravetye. Ob kreuz und quer wuchernd wie hier oder akkurat angelegt nach dem Vorbild französischer Könige wie im niederländischen Park Het Loo – bei der Planung und Pflege von Grünanlagen wird so gut wie nichts dem Zufall überlassen.

Laif © Jens Schwarz Der exzentrische Millionär António Augusto Carvalho Monteiro (1848–1920) ließ Anfang des 20. Jahrhunderts in der portugiesischen Stadt Sintra die Quinta da Regaleira anlegen. Mithilfe des Theaterarchitekten Luigi Manini schuf er eine Parkanlage, die Elemente der Renaissance, Gotik und Neomanuelinik vereint.

Laif © Jens Schwarz
Der exzentrische Millionär António Augusto Carvalho Monteiro (1848–1920) ließ Anfang des 20. Jahrhunderts in der portugiesischen Stadt Sintra die Quinta da Regaleira anlegen. Mithilfe des Theaterarchitekten Luigi Manini schuf er eine Parkanlage, die Elemente der Renaissance, Gotik und Neomanuelinik vereint.

Der Alcázar in Sevilla etwa wurde in Anlehung an das Paradies angelegt. Dort und auch in der Villa d’Este bei Rom spielen Brunnen eine besondere Rolle. Nicht umsonst fand Franz Liszt durch die Wasserspiele des italienischen Parks Anregung für sein Werk „Les jeux d’eaux à la Villa d’Este“. Und auch die Quinta da Regaleira hat bei Künstlern schöpferische Kraft entfacht: So ließ sich Hans Christian Andersen von der mystischen Umgebung inspirieren – für seine Märchen.

Karoline Nuckel

ARTE DOKUREIHE

Orte zum Träumen: Für die 20-teilige Dokureihe „Magische Gärten“ reiste Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier durch die schönsten Gärten Europas.

MAGISCHE GÄRTEN

Ab Montag, 4.4., 15.50 Uhr

Kategorien: April 2016