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Zu Tisch im Burgenland

Tomaten, Rüben oder Auberginen – die burgenländische Küche ist für ihre bunte Vielfalt an Gemüse bekannt. Die schmackhaften Zutaten liefert die an Ungarn grenzende Region zu jeder Jahreszeit.

Stockfood © Mikkel Adsbol

Stockfood © Mikkel Adsbol

Die Region

„Fünf sind geladen, zehn sind gekommen. Tu Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen“ – dieses Sprichwort aus dem Burgenland ist ein Hinweis auf die große Gastfreundschaft seiner Einheimischen. Gemessen an der Einwohnerzahl von knapp 290.000 ist das Burgenland das kleinste der neun österreichischen Bundesländer. Es liegt ganz im Osten der Republik, angrenzend an Ungarn, die Slowakei und Slowenien. Nur vier Kilometer ist das Burgenland an seiner schmalsten Stelle breit, Hügel- und Waldlandschaften prägen die Region. Rund um den großteils mit Schilf bedeckten Neusiedler See – mit 320 Quadratkilometern der größte österreichische See – finden sich je nach Jahreszeit riesige Flächen voller Weinstöcke, Kirschbäume oder Tomatenstauden. Als Paradeiser sind sie dort bekannt, eine Ableitung des Wortes „Paradiesapfel“. Von gelben bis zu schwarzen und gestreiften Tomaten wach- sen im gesamten Bundesland über 3.000 Sorten, die in jeglicher Form in der Küche eingesetzt werden. Bei mehr als 2.000 Sonnenstunden im Jahr reifen die saftigen Früchte wie auch viele andere Gemüsesorten besonders aromatisch heran.

Kein Wunder also, dass das Burgenland für seine reiche vegetarische Küche bekannt ist. Hier gedeihen auch seltene Auberginensorten, knackige Rüben und aromatische Walnüsse. Wer diese mit Tomaten kombiniert, vereint den gesamten Geschmack des Burgenlandes. An guadn! 

Das Rezept

 AUBERGINEN MIT WALNUSSCREME

 „Melanzani“ nennen die Öster­reicher die Aubergine. Die Eier­pflanze ist dort sehr beliebt.

Zutaten für vier Portionen: 60 g ausgelöste Walnüsse (12–15 Stück), 2 Zehen Knoblauch, Wasser, Salz, 2 Auberginen, 80 ml Olivenöl

Die Walnüsse mit den abgezogenen Knoblauchzehen und etwas Wasser pürieren. Wird die Masse nicht cremig, noch etwas Wasser zugeben. Mit Salz abschmecken. Auberginen waschen, trockentupfen. In ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Olivenöl erhitzen, die Auberginen darin auf beiden Seiten anbraten, bis sie leicht braun sind. Salzen. Da sich Auberginen schnell mit Fett vollsaugen, nach dem Braten auf Küchenpapier legen. Je einen Esslöffel der Walnusscreme auf eine Hälfte der Auberginescheiben geben, die andere Hälfte darüber schlagen. Nach Belieben mit Brunnenkresse und Tomaten garnieren. Warm oder abgekühlt servieren.

 

 ARTE Esskultourdoku

Zu Tisch im Burgenland
Sonntag, 6.3., um 19.45 Uhr

DVD-Tipp: „Zu Tisch in …“ gibt es in der ARTE EDITION. Mehr unter: arte.tv/edition

Kategorien: März 2016