MUSIK

Kennen Sie Verdi?

 

Agat Films

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Ob auf der großen Bühne oder im Werbeclip – Giuseppe Verdis Melodien sind allgegenwärtig. Im Oktober wäre der populäre Opernkomponist 200 Jahre alt geworden. Entdecken Sie im Jubiläums-Quiz seine unbekannten Seiten.

 

1. Der junge Giuseppe Verdi wollte 1832 am Mailänder Konservatorium studieren. Warum kam es nicht dazu?

A          Die Ausbildung war zu teuer.

B          Der Direktor hielt ihn für untalentiert.

C          Seine Frau Margherita erkrankte schwer.

 

2. Wie viele komische Stoffe hat Verdi vertont?

A          Neun – Komödien waren Karriere-Garanten.

B          Keine.

C          Zwei – im Abstand von über 50 Jahren.

 

3. Welchen Dichter nannte Verdi „papà“ (Vater) und nutzte dessen Stoffe für drei Opern?

A          William Shakespeare.

B          Friedrich Schiller.

C          Giacomo Leopardi.

 

4. Was sagte Giuseppe Verdi über sich selbst?

A          „Ich habe fleißig sein müssen; wer ebenso fleißig ist, der wird es ebenso weit bringen         können.“

B          „Ich bin ein Bauer.“

C          „Mein Werk ist nur ein kleines Ding (…).“

 

5. Warum fiel die Oper „La Traviata“ bei der Uraufführung 1853 in Venedig durch?

A          Die dicke Hauptdarstellerin gefiel dem Publikum nicht in der Rolle der kranken Violetta.

B          Ein Unwetter wurde als böses Omen gewertet.

C          Die Oper war dem Publikum zu modern.

 

6. Für welche Mailänder Institution stellte Verdi seinen Namen zur Verfügung?

A          Für ein Altenheim.

B          Für eine Gewerkschaft.

C          Für ein Konservatorium.

 

7. Wer nannte Verdi den „Attila der Kehlen“?

A          Der Tenor Enrico Caruso.

B          Der Dirigent Hans von Bülow.

C          Die Sopranistin Maria Callas.

 

8. In der Komödie „A Night at the Opera“ der Marx Brothers taucht welche Verdi-Oper auf?

A          „Aida“, die pompöse Oper.

B          „Il Trovatore“, die düstere Oper.

C         „Rigoletto“, die dramatische Oper.

 

makido film/Anna Schmidt

makido film/Anna Schmidt

Viva Verdi!

Die richtigen Antworten zum Verdi-Quiz: 

1B: Der Direktor des Mailänder Konservatoriums, Francesco Basili (1767–1850), hielt Verdi nicht für begabt genug für die Ausbildung.

2C: Verdi komponierte zwei komische Opern: 1840 Un Giorno di Regno und 1893 Falstaff. Da die erste an der Mailänder Scala durchfiel, wollte Verdi das Komponieren zunächst aufgeben. Der Direktor konnte ihn allerdings zur Komposition einer weiteren, allerdings tragischen, Oper überreden: „Nabucco“, 1842 ein voller Erfolg. So blieb Verdi der Oper erhalten – aber Komödien scheute er 50 Jahre lang.

3A: Wenngleich Verdi auch drei Werke Schillers (1759–1805) vertonte: William Shakespeare (etwa 1564–1616) war für ihn der wichtigste Dichter überhaupt.

4B: „Io sono un contadino“ („Ich bin ein Bauer“) sagte Verdi, der trotz seines Erfolges zurückgezogen lebte. Auf seinem Landgut auf Sant’Agata, unweit seines Geburtsortes Le Roncole in Norditalien, betrieb er leidenschaftlich gerne Landwirtschaft.

5A: Die dralle Sopranistin Fanny Salvini-Donatelli (1815–1891) konnte die schwindsüchtige Violetta aus „La Traviata“ nicht glaubhaft verkörpern und wurde vom Publikum ausgelacht. Verdi hatte sich ursprünglich gegen Donatelli ausgesprochen und die filigrane Rosa Penco (1823–1894) für die Titelpartie vorgeschlagen, konnte sich aber nicht durchsetzen.

6A: Bis ins hohe Alter verweigerte Verdi den Mailändern, ihr Konservatorium nach ihm zu benennen, da er die frühere Ablehnung am Institut nicht verwunden hatte. Stattdessen erwarb er 1889 ein Grundstück und ließ ein Altersheim für verarmte Opernkünstler erbauen, das 1902 als Casa Verdi eröffnet wurde.

7B: Hans von Bülow (1830–1894) bezeichnete Verdi als „Attila der Kehlen“, da dieser den Tonumfang seiner Gesangspartien im Vergleich zu anderen Komponisten um fast eine Terz nach oben erweitert hatte. Viele Sänger sträubten sich, die Partien zu singen. Andere mutierten zu regelrechten „Rampenbrüllern“.

8B: In der Komödie „A Night at the Opera“ der Marx Brothers wird die Oper Il Trovatore („Der Troubadour“) zum Gegenstand eines turbulenten Geschehens auf und hinter der Opernbühne.

Quiz und Antworten: Teresa Pieschacón Raphael für das ARTE Magazin

 

ARTE Schwerpunkt 

200 Jahre Verdi 

So · 20.10. 

Verdi Mania · Kulturdoku · 16.40

 Verdis große Arien · Gala · 18.30

 Passion Verdi · Dokumentarfilm · 20.15 

Verdis Requiem aus der Mailänder Oper ·Musik · 21.45 

Nabucco in Rom ·Dirigiert von Riccardo Muti ·Oper · 23.20 

Verdi, von der Callas bis Toscanini ·Konzert · 01.45

 

Im Handel erhältlich: Die ARTE-CD

„Die großen Verdi-Interpreten“

(Deutsche Grammophon 2013)

ARTE live web | Verdis Vermächtnis: Erleben Sie zusätzlich zum ARTE-Programm ausgewählte Verdi-Opern und Konzerte exklusiv auf der Konzert-Plattform von ARTE unter: arte.tv/verdi

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Kategorien: Oktober 2013