WER IST EIGENTLICH KATE?

Ulmen TV

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DIE SERIE

Der Zuschauer als klassischer Fernseh-

konsument: Kunststudentin Kate Harff, die Protagonistin der Serie, ist Ende 20 und überfordert von ihrem Leben. Sie flüchtet immer mehr ins Internet und verliert sich in Verlinkungen und Plattformen wie Facebook. „Suchmaschinen vervollständigen meine Gedanken automatisch. Diese Maschinen scheinen mehr über mich zu wissen, als ich selbst“, befürchtet sie. Statt zu einer Party zu gehen, checkt sie an Silvester freiwillig in eine Nervenklinik ein. Sie will eine Pause, besser noch einen Neuanfang. Wer ist Kate wirklich? Wo gehört sie hin? Ihre eigene Spurensuche und die Sitzungen mit ihrer Therapeutin führen sie durch 14 Folgen. In Rückblenden, Videoclips, Fotoalben, virtuellen Pinnwandeinträgen findet Kate immer ein Stück näher zu sich selbst.

 

DIE APP ZUR SERIE

Der Zuschauer als Mitpatient: Eine App verbindet den Fernsehzuschauer mobil auf seinem Smartphone mit der Serie. Während Kate auf dem Fernsehbildschirm in ihrer Therapie mit Fragen konfrontiert wird, erscheinen dieselben Fragen auch beim Zuschauer auf der App. Ein Psychotest zur Selbsttherapie: Was war unser fiesester Streich? Wofür haben wir uns das letzte Mal selbst bemitleidet? Kurzum: Wie sieht es bei uns selbst aus? Die App zur Serie ist eine technische Revolution, die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Ähnlich wie Handyprogramme zur Musikerkennung, erkennt die App über ein Tonsignal Sequenzen der Serie und verknüpft sich automatisch mit ihr. Die kostenlose App für iOS und Android gibt es ab April unter dem Titel „About: Kate“ im iTunes Store und bei Google Play.

 

USER GENERATED CONTENT

Der Zuschauer als Regisseur: Das Besondere an der Serie sind die eigenproduzierten Beiträge der Nutzer, sogenannter User Generated Content. Neben Clips von Videokünstlern der ARTE-Creative-Plattform sind die Zuschauer selbst dazu aufgerufen, kurze Videos oder Fotostrecken zu bestimm-ten Themen zu entwerfen. Ab der dritten Folge werden die Userbeiträge, die über die Website hochgeladen werden können, in die Dramaturgie eingebaut. Sie gestalten die Serie mit! > www.arte.tv/kate

 

KATE AUF FACEBOOK

Der Zuschauer als Freund: Auch auf Facebook ist Kate präsent – mit eigenen Profil. Der Fernsehzuschauer kann sich mit ihr befreunden, ihr Nachrichten schreiben und Statusmeldungen verfolgen. Surft Kate in der Serie auf Facebook, lassen sich ihre Aktivitäten zeitgleich zur TV-Ausstrahlung auf dem Smartphone verfolgen. Er liest tatsäch-lich, was Kate in der Serie auf Facebook geschrieben hat. Das Verschmelzen der fiktiven Person mit der Realität wirkt hier am frappie-rendsten. > www.facebook.com/kate.harff

 

DIE WEBSITE

Der Zuschauer als Schnüffler: Da es im digitalen Datenstrom keine Pause gibt, geht es zwischen den Folgen der Serie auf dem Fernsehbild-schirm im Netz weiter. Die Website zu „About: Kate“ bündelt die digitalen Spuren der Protagonistin Kate. Unter dem Menüpunkt „Akte Kate“ lassen sich alle Aktivitäten Kates im Internet verfolgen: Was gibt Kate in ihre Suchmaschine ein? Welche Musik hört sie gerade in ihrer Playlist? Auf welchen Seiten ist sie im Internet unterwegs? Was schreibt sie in Foren? Kate wird zum gläsernen Menschen – wie jeder von uns im Netz dazu werden kann. Unsere Spuren sind überall und von jedem auffindbar. Online ab dem 29.3. > www.arte.tv/kate

 

 

TRANSMEDIALES STORYTELLING

Christian Ulmen & Janna Nandzik, die Macher des neuen TV-Formats, im Kurzinterview: Er ist der Produzent, sie die Regisseurin und Autorin: Der Schauspieler und ehemalige MTV-Moderator Christian Ulmen und Regisseurin Janna Nandzik über das innovative Fernsehprojekt für ARTE.

 

ARTE: „About: Kate“ steht für transmediales Storytelling. Was heißt das genau?
JANNA NANDZIK: Die Serie wird dank der vielen interaktiven Ebenen zusätzlich zur TV-Ausstrahlung breiter erlebbar, unser Projekt hat vielfältige Tentakel: Der Zuschauer kann sich zum Beispiel mit den fiktiven Figuren der Serie auf Facebook befreunden und ihre Aktivitäten dort mitverfolgen. Alles in unserer Serie ist vernetzt und voller Möglichkeiten – genau so, wie es im Internet der Fall ist.
CHRISTIAN ULMEN: Wir geben dem Zuschauer keine Möglichkeit zu entfliehen – eine komplette Geschichte entwickelt sich über alle Kanäle.

ARTE: Die Serie „About: Kate“ greift das Second-Screen-Prinzip auf, die Zuschauer sehen fern und sind gleichzeitig online. Wozu brauchen wir das?
JANNA NANDZIK: Der Zuschauer ist heute, was die technischen Entwicklungen betrifft, neugieriger und mittlerweile so multitaskingfähig, dass ihm das klassische Fernsehen zu wenig ist. Jeder kann die Serie normal im Fernsehen verfolgen, aber die Einbindung der Second-Screen-Technologie bietet noch mehr: Man findet Zusatzmaterial zu den Figuren, kann über die App zur Serie an einem Quiz teilnehmen oder gar einen simulierten Anruf von Kate empfangen.
CHRISTIAN ULMEN: Im Infotainment-Bereich ist es schon gängig, gleichzeitig zur Talkshow im Fernsehen auf dem iPad zum Thema zu chatten. Wir geben jetzt die Möglichkeit, dieses Nutzerverhalten auch bei fiktionalen Formaten anzuwenden.

ARTE: Ist das das Fernsehen der Zukunft?
JANNA NANDZIK: Das klassische Zuschauen ist vielen neugierigen Nutzern zu wenig. Etwa die Hälfte der deutschen Fernsehzuschauer nutzt bereits neben dem Fernsehen einen zweiten Bildschirm. Mit „About: Kate“ gehen wir auf diese neuen Sehgewohnheiten ein.

 

 

KRISTIN BARTHOLMEß FÜR DAS ARTE MAGAZIN

 

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Kategorien: April 2013