ZU TISCH IM … DOURO-TAL

DAS REZEPT

Rojoada
Mariniertes Schweinefleisch
(für 4 Personen)

1 kg Schweinelende, 100 ml Rotwein, 2 Knoblauchzehen, 3–4 Lorbeerblätter, 2 EL klein gehackte Petersilie, 4 EL Schmalz, 900 g Kartoffeln, Olivenöl, gemahl. Koriander, Salz, Pfeffer, 1/2 Zitrone

Schweinelende in gleichmäßige Würfel schneiden. In einer Marinade aus Rotwein, Knoblauch, Lorbeerblättern, Koriander, Salz und Pfeffer eine Stunde ziehen lassen. Kartoffeln waschen und vierteln. Mariniertes Fleisch und Kartoffeln mit Schmalz und Olivenöl in einem Topf eine halbe Stunde schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie und Zitrone garnieren. Bom apetite!

ZU TISCH 

Ihr langer, aalglatter Körper gleitet lautlos durch den Flusslauf des Douro – die Lamprete. Sie gehört zur Gattung der Neunaugen und gilt als Delikatesse. Seit der Fluss im Norden Portugals von Dämmen gebändigt wurde, sind die dem Aal ähnelnden Fische selten geworden – nur wenige schaffen es, die flussaufwärts gelegenen Laichplätze zu erreichen. Die ortsansässigen Flussfischer dürfen nur noch eingeschränkt zum Lampretenfang ausfahren.
Zu Familienfesten am Douro gehören sie aber immer noch dazu: Dann wird die Lamprete in einem Sud aus Lorbeerblättern, Knoblauch, Petersilie und
Fischblut zubereitet.

DIE REGION

Steile Hügel und Weinberge aus massivem Granit und bröseligem Schiefergestein ragen am Flussufer des Douros empor, malerische kleine Dörfer schmiegen sich an sein Ufer. Seit 2001 gehört das Douro-Tal, das sich von der spanischen Grenze über eine Länge von über hundert Kilometern nach Westen ausdehnt, zum Weltkulturerbe. Die Heimat des Portweins zählt zu den schönsten Weinbaugebieten Europas: Auf 40.000 Hektar Land erstrecken sich dort die Reben. Der fast 900 Kilometer lange Strom, der der Region zu ihrem fruchtbaren Boden verhilft, entspringt in der Sierra de Urbión in Kastilien. Von dort aus bahnt er sich seinen Weg bis Porto, wo er in den Atlantischen Ozean mündet. Der einst von reißenden Strom-schnellen beherrschte Fluss ist heute von Talsperren gezähmt. Auf Flussfahrten kann man das Tal durchqueren – am schönsten ist es dort im Herbst, wenn die Reben sich bunt verfärben.

TYPISCH DOURO-TAL

Purpurrot bis honiggold – Portwein ist so vielseitig wie seine Farben: Ob als Dessertwein oder Aperitif, er zählt zu den Klassikern unter den Likörweinen. Einst durch König José I. von Portugal einge-führt, ist er heute das Markenzeichen der Douro-Region. Seit drei Jahrhunderten wird Portwein dort hergestellt:
Dazu pressen die Winzer ihre Trauben zu Most. Dem gären-den Most fügen sie Branntwein zu, der den Gärungsprozess stoppt. Durch diese sogenannte Vinierung ensteht der typische Geschmack und hohe Alkoholgehalt des Süßweines. Spannende Unterhaltung rund um den Likörwein bietet Paul Grotes Kriminalroman "Der Portwein-Erbe" (dtv), in dem ein Architekt sein Erbe am Douro antreten soll …

Kategorien: März 2012