ZU TISCH IN … BETHLEHEM

fernsehbüro/Zora Butzke

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DAS REZEPT

 

Ma’amoul

Gefüllte Kekse

 

1 kg Hartweizengrieß, 200 g Zucker, 1 TL Backpulver, 2 TL Bittermandelaroma, 1 TL Anis, 300 g flüssige, abgekühlte Butter, 150 ml Rosenwasser, 125 ml Wasser, etwas Orangenaroma. Füllung: 800 g Datteln, 1 TL Zimt, 2 EL Olivenöl, abger. Schale einer Bio-Orange

 

Alle Teigzutaten zu einem glatten Teig verrühren und anschließend möglichst über Nacht ruhen lassen (mindestens 3 Stunden). Zu golfballgroßen Kugeln formen. Füllung: Pürierte Datteln, Öl, Zimt und Orangenschale zu Kugeln formen und in die Teigkugeln drücken, sodass der Teig die Füllung umschließt. Bei 160 °C 15-20 Min. backen.

 

 

ZU TISCH 

 

In Bethlehem und im gesamten Westjordanland ist Fladenbrot, das auf Stein oder Tonplatten gebacken wird, sehr beliebt: Das Taboonbrot ist besonders typisch für diese Region. Der Teig besteht aus Weizenmehl, Salz, Hefe, Wasser und Natron, er wird im kegelförmigen Lehmofen gebacken. Auch als Beilage ist das Brot unentbehrlich: Traditionell wird es zu Musakhan, einem Gericht mit geröstetem Hühnchen, Zwiebeln, Piment und Safran, gegessen. Taboon lässt sich auch gut mit den Kichererbsenspezialitäten Hummus und Falafel oder mit geschnetzeltem Fleisch kombinieren: So sind diese Gerichte leicht aus der Hand zu essen.

 

DIE REGION

Bethlehem, eine der wichtigsten Pilgerstätten des Christentums, wurde 2010 von mehr als 1,5 Millionen Menschen besucht. Im Herzen der Kleinstadt (unter 30.000 Einwohner) steht die Basilika der heiligen Gottesmutter, die an dem Ort errichtet wurde, wo man die Geburtsstätte Jesu Christi vermutet (Foto). Im palästinensischen Autonomiegebiet gelegen, ist Bethlehem ein politischer und gesellschaftlicher Brennpunkt: Nur wenige Kilometer vor der Stadt verläuft die meterhohe Mauer, die das Westjordanland von Israel trennt. Christen und Muslime stellen die Bevölkerungsmehrheit, aber auch Juden leben in der Stadt. Der Name Bethlehem bedeutet im Hebräischen „Haus des Fleisches“, im Arabischen hingegen „Haus des Brotes“. Er bezeichnet also einen Ort, an dem der Fremde willkommen und wo Nahrung – inmitten einer Wüstenlandschaft – im Überfluss vorhanden ist.

TYPISCH ALTAI-GEBIRGE

International ist der Olivenbaum bekannt als Symbol des Friedens. Im Westjordanland hat der Baum eine besondere Bedeutung: Die Bäume, die mehrere Hundert Jahre alt werden können, stehen in Palästina symbolisch für die Verbundenheit der Menschen zu ihrem Land. Das Olivenholz ist ein wertvolles Gut der Palästineser. Aus dem edlen Material werden in Bethlehem Krippenfiguren geschnitzt, die an Touristen verkauft werden. Die Früchte des Baumes sind für viele Einheimische die Haupteinnahmequelle, sodass bei der Ernte traditionell die gesamte Familie mithilft. Die palästinensischen Oliven haben einen besonders herben Geschmack und werden meist zu hochwertigem Öl verarbeitet.

Kategorien: Dezember 2011